Sicherheitspolitischer Bericht 2021
Der Sicherheitspolitische Bericht 2021 zeigt auf, welche Interessen und Ziele die Schweiz mit ihrer Sicherheitspolitik verfolgt. Ein Zusatzbericht zeigt auf, welche Folgen der Krieg in der Ukraine auf die Schweiz hat.

Übersicht
Die Sicherheitslage ist weltweit und auch in Europa instabiler, unübersichtlicher und unberechenbarer geworden. Die internationalen Entwicklungen sind geprägt von grossem Tempo und Ungewissheit. Das gilt auch für die sicherheitspolitische Lage sowie die konkreten Bedrohungen und Gefahren für die Schweiz. Diese haben sich zwar in den letzten Jahren nicht grundlegend verändert, sie haben sich aber weiterentwickelt und teilweise auch verschärft. Der Umgang in der internationalen Sicherheitspolitik ist noch rauer geworden, das Verfolgen und Durchsetzen machtpolitischer Interessen noch ausgeprägter. Die Erosion multilateraler Zusammenarbeit und internationaler Sicherheitsstrukturen hat sich verstärkt, ebenso der Einsatz von Mitteln «hybrider» Konfliktführung. Die weiter rasch voranschreitende Digitalisierung und Vernetzung hat viele Vorteile; sie hat aber auch die Verletzlichkeit von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft erhöht. Bewaffnete Konflikte und Krisen an der Peripherie Europas dauern an und haben sich teilweise verschlimmert. Wetterbedingte Extremereignisse nehmen im Zuge des Klimawandels zu, die Gefahren durch Pandemien haben sich mit der Covid-19-Pandemie drastisch bestätigt.
Dies sind Kernaussagen des Sicherheitspolitischen Berichts 2021, den der Bundesrat am 24. November 2021 verabschiedet hat.
Neun Ziele
Ausgehend von einer umfassenden Analyse der Lage, legt der Bericht die sicherheitspolitischen Interessen und Ziele die Schweiz fest und zeigt auf, wie diese umgesetzt werden sollen. Definiert sind neun Ziele, die in der Schweizer Sicherheitspolitik in den nächsten Jahren als Schwerpunkte verfolgt werden sollen. Darunter:
- die Stärkung der Früherkennung von Bedrohungen und Krisen;
- die verstärkte Ausrichtung auf «hybride» Bedrohungen, inklusive Modernisierung der Mittel der Armee;
- eine weitere Stärkung des Schutzes vor Cyberbedrohungen;
- Massnahmen gegen Desinformation und Beeinflussung;
- die Stärkung von Resilienz und Versorgungssicherheit.
Der Bericht zeigt auch auf, wie die einzelnen Ziele umgesetzt werden und wie die einzelnen Politikbereiche und Instrumente dazu beitragen und im Verbund zusammenarbeiten müssen (Aussenpolitik, Wirtschaftspolitik, Information und Kommunikation, Armee, Bevölkerungsschutz, Nachrichtendienst, Polizei, Eidgenössische Zollverwaltung, Zivildienst). Dabei werden zu jedem der neun Ziele auch konkrete Massnahmen aufgeführt, die es in den nächsten Jahren umzusetzen gilt.
Der Bericht wird dazu genutzt, breiter und intensiver über Sicherheitspolitik zu diskutieren. Die Sicherheitslage hat sich verschlechtert, das Thema Sicherheit ist dafür umso wichtiger geworden.
Ukraine-Krieg
Der Krieg in der Ukraine hat langfristige Auswirkungen auf die Sicherheit Europas und darüber hinaus. Der Bundesrat hat am 7. September 2022 einen Zusatzbericht zu seinem Sicherheitspoltischen Bericht 2021 gutgeheissen. Demnach will er – unter Einhaltung der Neutralität – die Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Schweiz konsequenter als bislang auf internationale Zusammenarbeit ausrichten. Zudem soll die Modernisierung der Fähigkeiten und Mittel der Armee vorangetrieben werden.
FAQ
Sicherheitspolitischer Bericht 2021
Zusatzbericht zum Ukraine-Krieg
Allgemeines
Meilensteine
Berichte
- Sicherheitspolitischer Bericht 2021
- Zusatzbericht zum Sicherheitspolitischen Bericht 2021 über die Folgen des Krieges in der Ukraine
Weitere Informationen
Inhaltsverzeichnis
Medienmitteilungen
Vernehmlassungseröffnung: Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation
Änderung des Güterverkehrsverlagerungsgesetzes und Bundesbeschluss über den Zahlungsrahmen für die Förderung des alpenquerenden Schienengüterverkehrs
Vernehmlassungseröffnung: Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation
Ratifikation und Umsetzung des internationalen Übereinkommens im Rahmen des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen über die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt der Meere ausserhalb nationaler Hoheitsbefugnisse (Hochseeschutzabkommen)
Vernehmlassungseröffnung: Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung
Verordnung über die Prüfung ausländischer Investitionen (IPV)
Vernehmlassungseröffnung: Eidgenössisches Departement des Innern
Änderung des Sprachengesetzes
Vernehmlassungseröffnung: Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement
Hisbollah-Verbot: Änderung des Bundesgesetzes über das Verbot der Hamas sowie verwandter Organisationen
Swissmedic veröffentlicht Geschäftsbericht und Jahresrechnung 2025
Der Bundesrat hat am 12. Juni 2026 die Berichterstattung des Schweizerischen Heilmittelinstituts Swissmedic über das vergangene Jahr gutgeheissen und damit den Swissmedic-Institutsrat für das Geschäftsjahr 2025 entlastet. Es war für das Heilmittelinstitut ein Jahr des Wandels, mit bedeutsamen Wechseln an der Spitze der Organisation und der sich deutlich zuspitzenden finanziellen Lage. Der durch Reserven gedeckte Verlust von knapp 32 Millionen Franken im Geschäftsjahr 2025 resultierte aus einer strukturellen Unterdeckung und einem starken Kostenwachstum. Die Leistungsfähigkeit im Kerngeschäft blieb konstant hoch.
Bundesrat will Verankerung der Landessprache in der Schule stärken – Vernehmlassung eröffnet
Der Bundesrat will den Zusammenhalt und die Sprachenvielfalt in der Schweiz stärken. An seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 hat er die Vernehmlassung zur Änderung des Sprachengesetzes eröffnet. Der Bundesrat schlägt zwei Varianten vor, mit denen der Unterricht von Landessprachen gesichert werden kann. Dies für den Fall, dass die Kantone ihre 2004 beschlossene Sprachenstrategie aufgeben.
Revision des Nachrichtendienstgesetzes: Umsetzung des Urteils zur Funk- und Kabelaufklärung beschleunigt
Der Bundesrat wird dem Parlament die überarbeiteten Rechtsgrundlagen zur Funk- und Kabelaufklärung zusammen mit den übrigen Bestimmungen im Zusatzpaket zur Revision des Nachrichtendienstgesetzes (NDG) vorlegen. Dies ist möglich, weil die Arbeiten zur Umsetzung des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts weit fortgeschritten sind. Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS hat den Bundesrat an seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 informiert.
Roland Baumberger wird Stellvertretender Direktor von swisstopo
Der Chef VBS, Bundesrat Martin Pfister, hat Roland Baumberger per 1. Juli 2026 zum Stellvertretenden Direktor des Bundesamts für Landestopografie swisstopo ernannt. Der Bundesrat wurde in seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 über die Ernennung informiert.
Bundesrat treibt direkte Bahnverbindung Schweiz–London voran
Der Bundesrat sieht grosses Potenzial für direkte Bahnreisen zwischen der Schweiz und London. An seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 sprach er sich für die Weiterführung der Arbeiten aus und beauftragte verschiedene Bundesstellen mit zusätzlichen Abklärungen.
Bundesrat verlängert Unterstützung für Schienengüterverkehr durch die Alpen
Die Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene ist in den letzten Jahren ins Stocken geraten. Um dem negativen Trend entgegenzuwirken, soll die finanzielle Förderung verlängert werden. Die entsprechende Änderung des Güterverkehrsverlagerungsgesetzes und den Finanzierungsbeschluss hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 in die Vernehmlassung geschickt.
Bundesrat lehnt die Wald- und die Gemeindeschutz-Initiative ab
Der Bundesrat lehnt die beiden Volksinitiativen «Gegen die Zerstörung unserer Wälder durch Windturbinen» (Waldschutz-Initiative) und «Für den Schutz der direkten Demokratie bei Windparks» (Gemeindeschutz-Initiative) ohne Gegenvorschlag ab. Sie würden den Ausbau der Windenergie stark bremsen und damit die Stromversorgung im Winter gefährden. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 die Botschaften zu den beiden Vorlagen zu Handen des Parlaments verabschiedet.
Bundesrat modernisiert Alarmierung der Bevölkerung
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 die Ergebnisse der Vernehmlassung zur Multikanalstrategie für die Information, Warnung und Alarmierung der Bevölkerung zur Kenntnis genommen und die Stossrichtung der weiteren Arbeiten festgelegt. Künftig sollen Information, Warnung und Alarmierung über mehrere Kanäle erfolgen, insbesondere durch die Einführung der Handyalarmierung («Cell Broadcast») sowie die Weiterentwicklung bestehender Instrumente wie der Alertswiss-App und -Webseite. Zugleich hat der Bundesrat entschieden, die Aufhebung des Notfallradios IBBK vorerst zurückzustellen. Es soll vertieft geprüft werden, wie die Information der Bevölkerung in Schutzräumen künftig via Radio sichergestellt werden kann. Im Übrigen wird die Vernehmlassungsvorlage unverändert übernommen, einschliesslich der Übertragung der Zuständigkeit für die Sirenen vom Bund an die Kantone. Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS soll dem Bundesrat bis Ende 2026 die entsprechende Botschaft vorlegen.
Publikationshinweis: Dienstleistungen des Lufttransportdienstes des Bundes im Jahr 2025
Der Bundesrat wurde an seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 über die Dienstleistungen des Lufttransportdienstes des Bundes (LTDB) im Jahr 2025 informiert. Insgesamt flog der LTDB für den Bundesrat und die Departemente 782 Stunden. Damit war der LTDB ähnlich ausgelastet wie im Vorjahr (759 Stunden).
Bundesrat unterbreitet Botschaft über die Finanzierung der Reservekraftwerke
Der Bundesrat plant, ab ca. 2030 neue Reservekraftwerke in Betrieb zu nehmen, die während 15 Jahren zur Verfügung stehen sollen. Dafür beantragt er beim Parlament für den Bau sowie die Bereitstellung der Reservekraftwerke einen Kredit von rund 2,3 Milliarden Franken. Für den Bund sind die unter den beantragten Krediten anfallenden Ausgaben haushaltsneutral. Der Bundesrat hat die entsprechende Botschaft an seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 verabschiedet.
Bundesrat beantragt die Verlängerung des Verpflichtungskredits für die Zusammenarbeit im Migrations- und Rückkehrbereich
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 beschlossen, dem Parlament zu beantragen, den Verpflichtungskredit für die internationale Zusammenarbeit im Migrations- und Rückkehrbereich um zwei Jahre zu verlängern. Dieser Kredit ermöglicht der Schweiz die Umsetzung von Projekten, die die Kapazitäten ihrer wichtigsten Partner im Asyl- und Migrationsmanagement stärken.
Der Bundesrat schickt den Gesetzesentwurf für ein Verbot der Hisbollah in die Vernehmlassung
In der Schweiz soll neben der bereits verbotenen Hamas auch die Hisbollah verboten werden. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 beschlossen, den Entwurf der dafür nötigen Rechtsgrundlage in die Vernehmlassung zu schicken. Das Verbot schliesst auch Tarn- und Nachfolgeorganisationen der Hisbollah sowie Organisationen und Gruppierungen ein, die im Auftrag oder im Namen der Hisbollah handeln. In derselben Sitzung hat der Bundesrat zudem den Bericht «Massnahmen gegen die Hamas, weitere terroristische Organisationen sowie Akteure, welche das Völkerrecht verletzen» in Erfüllung zweier Postulate verabschiedet.
Massnahmen der Schweiz gegen terroristische Organisationen
Der Bundesrat hat am 12. Juni 2026 in Erfüllung der Postulate 23.4313 und 23.4339 der Sicherheitspolitischen Kommission und der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrats den Bericht «Massnahmen gegen die Hamas, weitere terroristische Organisationen sowie Akteure, welche das Völkerrecht verletzen» verabschiedet. Der Bericht zeigt auf, wie die Schweiz mit einem Organisationsverbot, Sanktionen und weiteren Massnahmen gegen terroristische Gruppierungen vorgeht und deren Finanzierung bekämpft.
Krankenversicherung: Spezialisierte Palliativpflege wird höher vergütet
Um die Vergütung der spezialisierten Palliativpflege zu verbessern, erhöht das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) im Auftrag des Bundesrats die entsprechenden Beiträge der obligatorischen Krankenpflegeversicherung. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 entschieden, die Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) anzupassen.
Abkommen für Biodiversität in Meeren: Bundesrat eröffnet die Vernehmlassung
Der Bundesrat hat am 12. Juni 2026 die Vernehmlassung zur Ratifikation und zur Umsetzung des internationalen Hochseeschutzabkommens eröffnet. Dieses strebt den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Biodiversität der Meere ausserhalb nationaler Hoheitsgebiete an. Über die Ratifizierung und Umsetzung entscheidet das Parlament.
Der Bundesrat genehmigt die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung der Schweiz und Vietnam
Der Bundesrat hat am 12. Juni 2026 die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung über eine umfassende Partnerschaft zwischen der Schweiz und der Sozialistischen Republik Vietnam genehmigt, mit der die bilateralen Beziehungen ausgebaut und strukturiert werden sollen. Vietnam ist gemäss der Südostasien-Strategie 2023–2026 ein prioritärer Partner der Schweiz in Südostasien. Der Grundsatz einer umfassenden Partnerschaft war 2025 am Rande des WEF auf hochrangiger Ebene diskutiert worden.
Investitionsprüfverordnung: Bundesrat eröffnet Vernehmlassung
Der Bundesrat hat am 12. Juni 2026 die Vernehmlassung zur Investitionsprüfverordnung eröffnet. Diese Verordnung enthält die Ausführungsbestimmungen zum Investitionsprüfgesetz, das vom Parlament am 19. Dezember 2025 verabschiedet wurde.
ESTI – Zwilling ruft bestimmte ENFINIGY Kontaktgrills wegen Stromschlaggefahr zurück
In Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Starkstrominspektorat (ESTI) ruft Zwilling ENFINIGY Kontaktgrills mit der Produktkennzeichnung 42BZ92 zurück. Es besteht Stromschlaggefahr. Die Konsumentinnen und Konsumenten sollen das Gerät nicht mehr verwenden und erhalten als kostenlosen Ersatz ein aktuelles Modell.
Bundesrat setzt neue Regeln gegen Geldwäscherei in Kraft
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 über das Inkrafttreten mehrerer Erlasse zur Stärkung des Dispositivs zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung entschieden. Das revidierte Geldwäschereigesetz sowie das neue Gesetz über die Transparenz von juristischen Personen und die Identifikation der wirtschaftlich berechtigten Personen treten am 1. Oktober 2026 in Kraft.
Strategische Ziele für das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum für 2026–2030
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 die strategischen Ziele für das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) für die Periode vom 1. Juli 2026 bis 30. Juni 2030 gutgeheissen. Das IGE soll weiterhin dazu beitragen, dass die Schweiz über einen angemessenen und volkswirtschaftlich sinnvollen Schutz des Geistigen Eigentums verfügt.
Publikationshinweis
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 den Geschäftsbericht 2025 von compenswiss genehmigt und den Verwaltungsrat für das Jahr 2025 entlastet.
Verordnungsanpassungen in der 2. und 3. Säule
Ab dem 1. Juni 2027 haben die Versicherten in der Säule 3a mehr Flexibilität bei der Bezeichnung der Begünstigten ihrer Leistungen. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 zudem mehrere Verordnungen zur obligatorischen beruflichen Vorsorge (BVG) angepasst. Mit diesen Anpassungen wird einerseits die Koordination mit der Einführung der 13. Altersrente in der AHV sichergestellt. Andererseits erhalten die Vorsorgeeinrichtungen Zugang zu kurzfristiger Liquidität zur Abdeckung von Wechselkursrisiken.
Neue digitale Plattform zur Überwachung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten
Um den Schutz der Bevölkerung zu verbessern, wird die Überwachung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten in der Schweiz technisch und digital auf den neuesten Stand gebracht. Mit dem Projekt NASURE («National Surveillance and Response») entsteht im Rahmen des Programms DigiSanté eine nationale, digitale Plattform, auf der epidemiologische Informationen aus verschiedenen Systemen kontinuierlich zusammenführt, auswertet und den zuständigen Akteuren zeitnah zur Verfügung gestellt werden. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 die ersten Umsetzungsetappen (2026 – 2034) des Projekts NASURE mit geplanten Kosten in der Höhe von 45.3 Millionen Franken freigegeben.
Digitalisierungsprojekt zur Optimierung des ordentlichen Einbürgerungsverfahrens
Die Prozesse in Zusammenhang mit Gesuchen um ordentliche Einbürgerung werden digitalisiert. Künftig kann der Austausch zwischen den zuständigen kantonalen Behörden und dem Staatssekretariat für Migration (SEM) digital statt auf dem Postweg erfolgen. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 die notwendigen Verordnungsänderungen genehmigt. Diese treten am 1. August 2026 in Kraft.
Die Schweiz hebt Visabeschränkungen gegenüber Äthiopien auf
Im Rahmen des Schengen-Assoziierungsabkommens hat die Schweiz beschlossen, die seit April 2024 geltenden Visabeschränkungen gegenüber Äthiopien aufzuheben. Die vom Bundesrat an seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 verabschiedete Massnahme folgt auf den Beschluss des Rates der Europäischen Union, aufgrund der verbesserten Kooperation Äthiopiens bei Rückführungen die ausgesetzten Visabestimmungen wieder in Kraft zu setzen.
BFU – Helly Hansen ruft bestimmte Schwimmwesten (Schwimmhilfen) wegen Ertrinkungsgefahr zurück
In Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) ruft Helly Hansen bestimmte Schwimmhilfen Sport II in Grösse XXS sowie alle Comfort Compact 50N, Rider Qajaq/Kajak-Westen und Rider Foil Race Schwimmhilfen zurück. Es besteht Ertrinkungsgefahr. Der Preis wird rückerstattet.
Delegation der Armee beteiligt sich an Sanitätsübung der NATO in Estland
Vom 12. bis 19. Juni 2026 nehmen 11 Angehörige der Schweizer Armee an der multinationalen Übung Vigorous Warrior 26 in Estland teil. Im Zentrum der Übung stehen die Ausbildung und Weiterentwicklung der Militärmedizin unter realitätsnahen Einsatzbedingungen sowie die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern.
Den fehlenden Wasserstoffatomen auf der Spur
Für die Simulation von Materialeigenschaften nutzen Forschende in Datenbanken hinterlegte Kristallstrukturen von Materialien. Häufig fehlen darin jedoch die Positionen der Wasserstoffatome. Forschende am Paul Scherrer Institut PSI haben nun eine künstliche Intelligenz darauf trainiert, diese Positionen sehr schnell und effizient zu rekonstruieren. Mit ihrer neuen Methode XtalPaint können in Zukunft Materialien für unterschiedliche Anwendungen treffgenauer simuliert werden: von der effizienten Wasserstoffspeicherung bis zu neuen Batterien.
Vernehmlassungseröffnung: Parlamentarische Kommissionen
23.443 n Pa. Iv. Addor. Ausweisung krimineller Ausländerinnen und Ausländer. Interessenabwägung mit gesundem Menschenverstand
Neun Armeeangehörige bei Verkehrsunfall verletzt
Heute Vormittag ist zwischen Challhöchi und Ifenthal (SO) ein Geschütztes Mannschaftstransportfahrzeug (GMTF) des Infanterie Bataillons 20 von der Strasse abgekommen. Beim Unfall wurden sieben Armeeangehörige mittelschwer und zwei weitere leicht verletzt. Die Militärjustiz hat eine Untersuchung eingeleitet.
Nahtstellenbarometer 2026: Berufliche Grundbildung bleibt erste Wahl – Lehrstellenmarkt zeigt sich stabil
Die berufliche Grundbildung bleibt der bevorzugte Bildungsweg nach der obligatorischen Schule: 63 Prozent der Jugendlichen ziehen eine Berufslehre in Betracht. Von den rund 74‘000 angebotenen Lehrstellen sind bereits 68 Prozent vergeben. Total verfügen 57 Prozent der Jugendlichen über eine gesicherte Anschlusslösung für die Zeit nach den Sommerferien. Die Ergebnisse des Nahtstellenbarometers 2026 zeigen einen insgesamt stabilen Lehrstellenmarkt und unterstreichen die hohe Akzeptanz und Durchlässigkeit der beruflichen Grundbildung sowie ihre zentrale Bedeutung für die Fachkräftesicherung in der Schweiz.
Sachplan Militär – Kantone, Gemeinden und Bevölkerung können sich zur siebten Objektblattserie äussern
Das VBS hat die Anhörung und Mitwirkung zur siebten Serie der Objektblätter des Sachplans Militär eröffnet. Die betroffenen Kantone und Gemeinden können dazu bis am 7. September 2026 Stellung nehmen. Die Bevölkerung kann sich vom 12. Juni bis am 13. Juli 2026 zu den Entwürfen äussern.
Angespannter Wohnungsmarkt: Fortschritte beim Aktionsplan Wohnungsknappheit
Die Lage auf dem Wohnungsmarkt verschärft sich weiter, gleichzeitig steigt aber auch das Engagement rund um den Aktionsplan. Dies hat die zweite Umfrage zur Umsetzung des Aktionsplans Wohnungsknappheit ergeben. So sind inzwischen 88 Prozent der Massnahmen in Umsetzung oder wurden bereits abgeschlossen. Die Auswirkungen der erzielten Fortschritte werden jedoch erst langfristig sichtbar sein.
G7-Gipfel in Évian: Die Schweiz engagiert sich für die Sicherheit des Gipfels
Wenige Tage vor dem G7-Gipfel in Évian-les-Bains haben Vertreterinnen und Vertreter des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), der Schweizer Armee und des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) gemeinsam mit den Kantonsbehörden in Genf die Massnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit des Treffens und zur Unterstützung der betroffenen Kantone Genf, Waadt und Wallis vorgestellt. Der von Frankreich organisierte Gipfel findet vom 15. bis 17. Juni 2026 statt. Bundespräsident Guy Parmelin wird die Staats- und Regierungschefinnen und -chefs der teilnehmenden Länder in Genf empfangen.
Grundversicherung: Einsparungen von jährlich 92 Millionen Franken durch Tarifsenkungen – einfacherer Zugang zu Impfungen
Am 1. Juli 2026 treten verschiedene Änderungen der Krankenpflege-Leistungsverordnung in Kraft. Wichtigste Anpassungen: Die Tarife von Laboranalysen werden gesenkt. Weiter wird die Vergütung der Miete von CPAP-Geräten zur Behandlung von Schlafapnoe reduziert. Zudem können Apothekerinnen und Apotheker ab dem 1. Januar 2027 prophylaktische Impfungen durchführen.
BAG-Bulletin
Die neuste Zahlen sind auf der Website BAG-Bulletin publiziert: Meldungen Infektionskrankheiten – Sentinella-Statistik – Wöchentliche Übersicht zu respiratorischen Viren – Rezeptsperrung
Dünne Schichten, starke Leistung: Empa spin-off «Swiss Cluster» gewinnt den «Swiss Economic Award»
Das Empa-Spin-off «Swiss Cluster» hat den «Swiss Economic Award» 2026 in der Kategorie «Produktion/Gewerbe» erhalten. Die junge Firma entwickelt Geräte für vakuumbasierte Beschichtungsverfahren. Damit lassen sich komplexe Bauteile schützen oder funktionale Dünnschichten von unvergleichlicher mechanischer und thermischer Widerstandsfähigkeit erstellen. Das junge Unternehmen beliefert Forschungsinstitutionen auf der ganzen Welt – aber auch die Uhrenindustrie, die Optikbranche und Elektronikhersteller gehören zu den Kunden.
Prüfung des Einsatzes von Linked Data Services
Linked Data Service (LINDAS) ist eine IT-Dienstleistung des Bundesarchivs (BAR). Mit LINDAS können Bund, Kantone und Gemeinden frei verfügbare, sogenannte offene Verwaltungsdaten (Open Government Data – OGD) vernetzen und publizieren. LINDAS ermöglicht es Maschinen, Informationen aus verschiedenen Quellen zu kombinieren. Behörden, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft können die publizierten Daten uneingeschränkt wieder- und weiterverwenden. Das BAR hat LINDAS zwischen 2017 und 2020 für 2,2 Millionen Franken aufgebaut. Seit 2020 ist es im Einsatz. Derzeit erneuert das BAR die Plattform im Rahmen des Projekts LINDASnext technisch und organisatorisch für 1,5 Millionen Franken. Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) prüfte, ob LINDAS strategisch sowie operativ ausreichend ausgereift und aufgestellt ist, so dass ein koordinierter, flächendeckender und interoperabler Einsatz im Bund möglich ist.
Nachprüfung der Umsetzung einer wesentlichen Empfehlung: Risikomanagement
Pro Helvetia (PH) ist die Schweizer Kulturstiftung. Ihre Mission ist es, zeitgenössisches, professionelles Kunstund Kulturschaffen von gesamtschweizerischem Interesse zu fördern. Im Jahr 2024 hat die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) eine Prüfung des Risikomanagements durchgeführt und eine wesentliche Empfehlung an PH ausgesprochen: ein auf die Grösse und Geschäftstätigkeit abgestimmtes, wirksames und hinreichend formalisiertes Risikomanagement zu implementieren. Die EFK hat nun eine Nachprüfung zur Umsetzung dieser wesentlichen Empfehlung durchgeführt.
Staatssekretär Alexandre Fasel führt politische Konsultationen mit Frankreich
Der Staatssekretär des EDA, Alexandre Fasel, führte am 10. Juni 2026 in Bern politische Konsultationen mit Martin Briens, dem Generalsekretär des französischen Ministeriums für Europa und auswärtige Angelegenheiten. Zu den Gesprächsthemen gehörten die bilateralen Beziehungen, europapolitische Fragen und das aktuelle Weltgeschehen.
Emissionsergebnis der Bundesanleihen
Die Schweizerische Eidgenossenschaft hat am 10.06.2026 eine Anleihe im Auktionsverfahren emittiert: 0.875%, Laufzeit 24.06.2041 (Neuemission). Das Emissionsvolumen (exkl. Eigenbestand) beträgt total 415.170 Millionen Franken.
Soirée Suisse
Rede von Bundesrat Ignazio Cassis, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) - es gilt das gesprochene Wort
Übergabe der Beglaubigungsschreiben
Übergabe des Beglaubigungsschreibens der neu in der Schweiz akkreditierten Botschafterinnen und Botschafter
Agenda 2030: Bund, Kantone, Gemeinden, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutieren über wirksame Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele
Wie können die Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in der Schweiz wirksam vorangebracht werden? Diese Frage stand im Zentrum eines Anlasses der Abteilung Wohlstand und Nachhaltigkeit (AWN) des EDA mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kantonen, Gemeinden, der Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft sowie des Bundes am 9. Juni 2026 in Bern. Sie alle hatten zum Länderbericht der Schweiz zur Agenda 2030 Beiträge geliefert, den der Bundesrat am 13. Mai 2026 verabschiedet hat.
Schweizer Armee stärkt digitale Verteidigungsfähigkeit an NATO-Übung
Die Schweizer Armee nimmt an der multinationalen NATO-Interoperabilitätsübung CWIX 2026 teil, welche am 10. Juni im polnischen Bydgoszcz startet. In den kommenden drei Wochen arbeiten dort über 3500 Spezialistinnen und Spezialisten aus 41 Nationen gemeinsam an der Weiterentwicklung digitaler Fähigkeiten für multinationale Operationen. Der Fokus liegt auf der Vernetzung von Führungs- und Informationssystemen, sicheren Kommunikationslösungen und der Stärkung der digitalen Einsatzfähigkeit.
