Sicherheitspolitischer Bericht 2021
Der Sicherheitspolitische Bericht 2021 zeigt auf, welche Interessen und Ziele die Schweiz mit ihrer Sicherheitspolitik verfolgt. Ein Zusatzbericht zeigt auf, welche Folgen der Krieg in der Ukraine auf die Schweiz hat.

Übersicht
Die Sicherheitslage ist weltweit und auch in Europa instabiler, unübersichtlicher und unberechenbarer geworden. Die internationalen Entwicklungen sind geprägt von grossem Tempo und Ungewissheit. Das gilt auch für die sicherheitspolitische Lage sowie die konkreten Bedrohungen und Gefahren für die Schweiz. Diese haben sich zwar in den letzten Jahren nicht grundlegend verändert, sie haben sich aber weiterentwickelt und teilweise auch verschärft. Der Umgang in der internationalen Sicherheitspolitik ist noch rauer geworden, das Verfolgen und Durchsetzen machtpolitischer Interessen noch ausgeprägter. Die Erosion multilateraler Zusammenarbeit und internationaler Sicherheitsstrukturen hat sich verstärkt, ebenso der Einsatz von Mitteln «hybrider» Konfliktführung. Die weiter rasch voranschreitende Digitalisierung und Vernetzung hat viele Vorteile; sie hat aber auch die Verletzlichkeit von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft erhöht. Bewaffnete Konflikte und Krisen an der Peripherie Europas dauern an und haben sich teilweise verschlimmert. Wetterbedingte Extremereignisse nehmen im Zuge des Klimawandels zu, die Gefahren durch Pandemien haben sich mit der Covid-19-Pandemie drastisch bestätigt.
Dies sind Kernaussagen des Sicherheitspolitischen Berichts 2021, den der Bundesrat am 24. November 2021 verabschiedet hat.
Neun Ziele
Ausgehend von einer umfassenden Analyse der Lage, legt der Bericht die sicherheitspolitischen Interessen und Ziele die Schweiz fest und zeigt auf, wie diese umgesetzt werden sollen. Definiert sind neun Ziele, die in der Schweizer Sicherheitspolitik in den nächsten Jahren als Schwerpunkte verfolgt werden sollen. Darunter:
- die Stärkung der Früherkennung von Bedrohungen und Krisen;
- die verstärkte Ausrichtung auf «hybride» Bedrohungen, inklusive Modernisierung der Mittel der Armee;
- eine weitere Stärkung des Schutzes vor Cyberbedrohungen;
- Massnahmen gegen Desinformation und Beeinflussung;
- die Stärkung von Resilienz und Versorgungssicherheit.
Der Bericht zeigt auch auf, wie die einzelnen Ziele umgesetzt werden und wie die einzelnen Politikbereiche und Instrumente dazu beitragen und im Verbund zusammenarbeiten müssen (Aussenpolitik, Wirtschaftspolitik, Information und Kommunikation, Armee, Bevölkerungsschutz, Nachrichtendienst, Polizei, Eidgenössische Zollverwaltung, Zivildienst). Dabei werden zu jedem der neun Ziele auch konkrete Massnahmen aufgeführt, die es in den nächsten Jahren umzusetzen gilt.
Der Bericht wird dazu genutzt, breiter und intensiver über Sicherheitspolitik zu diskutieren. Die Sicherheitslage hat sich verschlechtert, das Thema Sicherheit ist dafür umso wichtiger geworden.
Ukraine-Krieg
Der Krieg in der Ukraine hat langfristige Auswirkungen auf die Sicherheit Europas und darüber hinaus. Der Bundesrat hat am 7. September 2022 einen Zusatzbericht zu seinem Sicherheitspoltischen Bericht 2021 gutgeheissen. Demnach will er – unter Einhaltung der Neutralität – die Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Schweiz konsequenter als bislang auf internationale Zusammenarbeit ausrichten. Zudem soll die Modernisierung der Fähigkeiten und Mittel der Armee vorangetrieben werden.
FAQ
Sicherheitspolitischer Bericht 2021
Zusatzbericht zum Ukraine-Krieg
Allgemeines
Meilensteine
Berichte
- Sicherheitspolitischer Bericht 2021
- Zusatzbericht zum Sicherheitspolitischen Bericht 2021 über die Folgen des Krieges in der Ukraine
Weitere Informationen
Inhaltsverzeichnis
Medienmitteilungen
Giardino dei Giusti in Locarno: «Ein Garten, um den man sich kümmern muss» (it)
Ansprache von Bundesrat Ignazio Cassis anlässlich der Einweihung des Giardino dei Giusti in Locarno. Es gilt das gesprochene Wort.
Gesamtnotfallübung 2026 mit dem Kernkraftwerk Beznau: Erste Bilanz ist positiv
Vom 14. bis 18. September 2026 haben zahlreiche Organisationen des Bevölkerungsschutzes im Rahmen der Gesamtnotfallübung 2026 (GNU26) die Bewältigung eines Unfalls im Kernkraftwerk Beznau geübt. Fokus der Übung war die Zusammenarbeit der beteiligten Stellen. Das erste Fazit ist positiv.
Ukraine: Die Schweiz übernimmt weitere Sanktionen der EU gegen Belarus
Der Bundesrat hat am 18. September 2026 weitere Sanktionsmassnahmen gegenüber Belarus beschlossen. Er schliesst sich damit den Massnahmen an, welche die Europäische Union (EU) am 23. April 2026 gegenüber Belarus verabschiedet hatte. Die Neuerungen treten am 19. September 2026 in Kraft.
Bundesrat lehnt die Volksinitiative «Asylmissbrauch stoppen! (Grenzschutzinitiative)» ab
Der Bundesrat lehnt die Volksinitiative «Asylmissbrauch stoppen! (Grenzschutzinitiative)» ab. Sie würde sehr hohe Kosten verursachen, den Wohlstand in der Schweiz gefährden, die innere Sicherheit schwächen und die humanitäre Tradition in Frage stellen. Zudem ist die Initiative aus Sicht des Bundesrats nur schwer umsetzbar und auch nicht geeignet, um irreguläre Migration und grenzüberschreitende Kriminalität einzudämmen. Er hat an seiner Sitzung vom 18. September 2026 die Botschaft zur Volksinitiative verabschiedet und beantragt dem Parlament, diese ohne direkten Gegenentwurf oder indirekten Gegenvorschlag zur Ablehnung zu empfehlen.
Bericht analysiert mögliche Massnahmen zur Wohneigentumsförderung
Der Zugang zu Wohneigentum ist in der Schweiz schwieriger geworden. Der Bundesrat hat am 18. September 2026 den Bericht «Wohneigentumsförderung: eine Auslegeordnung» verabschiedet. Dieser zeigt: Zusätzliche staatliche Wohneigentumsförderung wäre wenig zielführend, da sie die Nachfrage und damit die Immobilienpreise weiter in die Höhe treiben dürfte.
Bundesverwaltung priorisiert KI-Strategiemassnahmen
Der Bundesrat wurde in seiner Sitzung vom 18. September 2026 über die Anpassung der Umsetzungsmassnahmen zur KI-Strategie der Bundesverwaltung informiert. Die Bundesverwaltung setzt ihre Strategie fort, muss aber aufgrund der zur Verfügung stehenden Mittel einzelne unterstützende Massnahmen streichen. Die sechs priorisierten Massnahmen unterstützen Ämter bei der Umsetzung ihrer Vorhaben und stellen sicher, dass die Bundesverwaltung KI koordiniert einsetzt. Aktuell laufen beim Bund über 100 KI-Projekte in verschiedenen Anwendungsbereichen.
Für eine umfassende Sicherheit: Bundesrat verabschiedet die Sicherheitspolitische Strategie 2026
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine, hybride Bedrohungen sowie kritische Abhängigkeiten stellen Staat, Wirtschaft und Gesellschaft vor Herausforderungen. Mit der Sicherheitspolitischen Strategie 2026 richtet der Bundesrat die Schweiz auf dieses Umfeld aus. Die strategischen Stossrichtungen für die kommenden Jahre sind die Stärkung der Resilienz, die Verbesserung von Abwehr und Schutz sowie die Erhöhung der Verteidigungsfähigkeit. Der Bundesrat hat am 18. September 2026 von den Ergebnissen der Vernehmlassung Kenntnis genommen und die Sicherheitspolitische Strategie gutgeheissen. Die Umsetzung der 10 Ziele und 46 Massnahmen ist bereits angelaufen.
OSZE-Ministerkonferenz in Lugano: Assistenzdienst der Armee und eingeschränkte Luftraumnutzung
An seiner Sitzung vom 18. September 2026 hat der Bundesrat einen Einsatz der Armee im Assistenzdienst zur Unterstützung der zivilen Behörden bei den Sicherheitsmassnahmen an der OSZE-Ministerkonferenz in Lugano vom 3. und 4. Dezember 2026 genehmigt. Der subsidiäre Einsatz ergänzt die von den zivilen Behörden vorgesehenen Sicherheitsmassnahmen.
Schengen/Dublin stärken Wirtschaft und Sicherheit der Schweiz
Die Schweiz profitiert in wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Hinsicht erheblich von den Schengen-/Dublin-Abkommen mit der EU. Zu diesem Schluss kommt der Bundesrat in einem Bericht, den er an seiner Sitzung vom 18. September 2026 verabschiedet hat. Ein Wegfall der Assoziierung könnte das Schweizer Bruttoinlandprodukt im Jahr 2035 um bis zu 3,9 Prozent reduzieren. Der jährliche Einkommensverlust könnte sich auf bis zu 1300 Franken pro Kopf belaufen.
Bericht zum Beschaffungswesen 2025: Vertragsvolumen von 6,68 Milliarden Franken
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 18. September 2026 den Bericht über das Beschaffungswesen der Bundesverwaltung für das Jahr 2025 zur Kenntnis genommen. Dieser weist für die zentrale Bundesverwaltung Verträge bzw. Bestellungen im Umfang von 6,68 Milliarden Franken für Beschaffungen von Waren sowie Bau- und Dienstleistungen aus.
Bundesrat verbessert die Anwendung des ISOS
An seiner Sitzung vom 18. September 2026 hat der Bundesrat eine Änderung der Verordnung über das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (VISOS) und der Raumplanungsverordnung (RPV) gutgeheissen. Damit werden die Anwendung des ISOS präzisiert sowie die Behandlung zahlreicher Planungs- und Bauvorhaben vereinfacht und beschleunigt. Gleichzeitig hat der Bundesrat die letzte Etappe der Aktualisierung des ISOS im Kanton Graubünden verabschiedet.
Bundesrat verabschiedet Nachtrag II zum Voranschlag 2026
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 18. September 2026 vier Nachtragskredite verabschiedet. Er beantragt damit für das laufende Jahr Mehrausgaben von rund 1 Milliarden Franken. Der Grossteil dieser Mittel entfällt auf zusätzlichen Rüstungsausgaben.
Eröffnung des Max Planck-Korea-PSI Center for Quantum Emergent Spintronics (KOMQUEST)
Eine internationale Forschungskooperation, die führende Einrichtungen aus Deutschland, Korea und der Schweiz vereint, um die Grenzen der Quanten-Spintronik zu erweitern
Publikationshinweis: 23.3712 Postulat Amoos Emmanuel – Untersuchung des Rückgangs von Alltagsdienstleistungen in Berggemeinden
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 18. September 2026 den Bericht «Untersuchung des Rückgangs von Alltagsdienstleistungen in Berggemeinden gutgeheissen.
Rechtliche Verstetigung von praxisintegrierten Fachhochschul-Bachelorstudiengängen
Der Bundesrat hat am 18. September 2026 das Inkrafttreten von Änderungen im Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz (HFKG) per 1. Januar 2027 beschlossen. Die Änderungen betreffen in erster Linie die Schaffung einer verstetigten Grundlage für praxisintegrierte Studiengänge an Fachhochschulen im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik).
Partnerschaften mit dem Privatsektor für nachhaltig produzierten Kakao und Kaffee
Die Schweiz engagiert sich auch künftig für eine nachhaltigere Kakao- und Kaffeeproduktion in Partnerländern. Der Bundesrat unterstützt die Schweizer Plattform für Nachhaltigen Kakao (SWISSCO) und die Schweizer Plattform für Nachhaltigen Kaffee (SSCP) in den Jahren 2026-2030 mit insgesamt 22 Millionen Franken. Das hat er an seiner Sitzung vom 18. September 2026 beschlossen.
Bundesrat setzt verlängerte Verlustverrechnung ab 2028 in Kraft
Der Bundesrat hat am 18. September 2026 das Bundesgesetz über die Erstreckung der Verlustverrechnung auf den 1. Januar 2028 in Kraft gesetzt. Unternehmen können damit Verluste bei den direkten Steuern während zehn Jahren mit steuerbaren Gewinnen verrechnen.
Integrierte Übung 2025: Bundesrat beschliesst Weiterentwicklung des Krisenmanagements der Bundesverwaltung
Im Rahmen der Integrierten Übung (IU 25) haben erstmals Bund und Kantone gemeinsam über alle Staatsebenen hinweg ihr Krisenmanagement getestet. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 18. September 2026 den Übungsbericht der Co-Übungsleitung zur IU 25 zur Kenntnis genommen. Die Übung hat bestehende Stärken und weiteres Verbesserungspotenzial im nationalen Krisenmanagement aufgezeigt. Der Bundesrat hat nun die Departemente und die Bundeskanzlei mit der Weiterentwicklung des Krisenmanagements beauftragt.
Inkraftsetzung des Flugpassagierdatengesetzes
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 18. September 2026 die Inkraftsetzung des Flugpassagierdatengesetzes per 1. November 2026 beschlossen. Damit wird auch die Schweiz ab Februar 2027 Flugpassagierdaten zur Bekämpfung von Terrorismus und Schwerstkriminalität einsetzen.
Teilnahme der Schweiz an der 70. Generalkonferenz der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA)
Bundesrat Albert Rösti hat am 14. und 15. September 2026 die Schweiz an der 70. Generalkonfe-renz der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) in Wien vertreten. Er gab das Nationalstatement der Schweiz ab, eröffnete den Schweizer Ausstellungsstand und führte drei bilaterale Gespräche.
Lehrstellenmarkt 2026: stabil und vielfältig
Der Lehrstellenmarkt präsentiert sich im Spätsommer 2026 stabil: Per Ende August wurden gesamtschweizerisch rund 76’000 Lehrverträge abgeschlossen. Die Bedeutung und Leistungsfähigkeit der Schweizer Berufsbildung zeigt sich auch international: Vom 22. bis 27. September 2026 messen sich in Shanghai die besten jungen Berufsleute aus der ganzen Welt an den Berufsweltmeisterschaften WorldSkills.
Staatssekretärin Hirayama auf Wissenschaftsmission und an den WorldSkills in China
Vom 21. bis 28. September 2026 führt Martina Hirayama, Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation, eine Wissenschaftsmission nach China. Auf dem Programm stehen Treffen auf ministerieller Ebene und Besuche bei Wissenschafts- und Technologieeinrichtungen in Hong Kong, Shenzhen, Beijing und Shanghai. Zum Schluss der Mission nimmt sie in Shanghai an der Siegerehrung der Berufsweltmeisterschaften WorldSkills teil.
«Danken schliesst das Denken nicht aus»
Grusswort von Bundesrat Martin Pfister, Chef des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), zum Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag in der Wandelhalle des Bundeshauses in Bern, 17. September 2026.
«MOBILO 26»: Mechanisierte Verbände trainieren Mobilmachung und Verschiebung quer durch die Schweiz
Vom 21. bis 25. September 2026 trainiert die Schweizer Armee mit der Volltruppenübung «MOBILO 26» die Mobilmachung eines mechanisierten Verbandes, seine Verschiebung von der West- in die Ostschweiz und die Einsatzvorbereitung. Damit stärkt sie die Verteidigungsfähigkeit der Bodentruppen.
Asylstatistik August 2026
Im August 2026 verzeichnete das Staatssekretariat für Migration (SEM) 1896 Asylgesuche, 13,2 Prozent weniger als im August 2025. Gegenüber dem Vormonat entspricht dies einem Rückgang von 1 Prozent.
Berichte zu grenzüberschreitenden Umweltauswirkungen von Tiefenlager und Verpackungsanlage übermittelt
Das Bundesamt für Energie (BFE) hat Deutschland und Österreich die Berichte über grenzüberschreitende Umweltauswirkungen zum geplanten geologischen Tiefenlager in Nördlich Lägern und zur geplanten Brennelementverpackungsanlage in Würenlingen übermittelt. Die Berichte sind Teil der Rahmenbewilligungsverfahren und dienen der Beteiligung der betroffenen Nachbarstaaten.
Konjunkturprognose: Wirtschaft wächst 2026 stärker als bisher erwartet
Die Expertengruppe Konjunkturprognosen des Bundes hebt ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in der Schweiz an. Für 2026 erwartet sie ein Wachstum von 1,7 % (Prognose von Juni: 0,9 %), für 2027 unverändert 1,6 % [1]. Das Schweizer BIP ist zuletzt kräftig gewachsen. Der Iran-Konflikt, hohe Energiepreise und die anhaltende handelspolitische Unsicherheit bergen jedoch erhebliche Konjunkturrisiken.
BAG-Bulletin
Die neuste Zahlen sind auf der Website BAG-Bulletin publiziert: Meldungen Infektionskrankheiten – Sentinella-Statistik – Wöchentliche Übersicht zu respiratorischen Viren – Rezeptsperrung
August 2026: Chemie-Pharma zieht Aussenhandel tief ins Minus
Nach dem kräftigen Anstieg im Vormonat (+14,6 Prozent) brachen die Exporte im August 2026 um 17,2 Prozent ein – ausschliesslich bedingt durch Chemie-Pharma. Unter Ausschluss der chemisch-pharmazeutischen Erzeugnisse zeigt sich bei den Exporten eine insgesamt positive Entwicklung. Auch importseitig sank der Warenverkehr (–11,6 Prozent) in erster Linie wegen der Sparte Chemie-Pharma. In der Handelsbilanz resultierte ein Überschuss von 5,6 Milliarden Franken.
Personalisierte Medizin: Die Aussicht auf eine frühere Asthmadiagnose lässt aufatmen
Obwohl Asthma die häufigste chronische Krankheit im Kindesalter ist, lässt es sich mit heutigen Tests erst ab einem Alter von fünf Jahren diagnostizieren. Eine frühe Asthmadiagnose wäre jedoch wichtig, um Folgeschäden zu verhindern. Forschende der Empa und des Universitäts-Kinderspitals Zürich haben nun gemeinsam ein Forschungsprojekt gestartet – mit dem Ziel, ein neuartiges Diagnoseprotokoll zu erarbeiten, damit auch Babys und Kleinkinder möglichst früh eine verlässliche Diagnose erhalten. Das Projekt kann dank der grosszügigen Zuwendungen verschiedener Stiftungen durchgeführt werden.
Eröffnungsgala der Semaine suisse du goût
Rede von Bundesrat Beat Jans
Staatssekretärin Helene Budliger Artieda kündigt Rücktritt an
Bundespräsident Guy Parmelin hat am 16. September 2026 den Bundesrat informiert, dass sich Staatssekretärin Helene Budliger Artieda entschieden hat, auf Ende März 2027 zurückzutreten. Für die Nachfolge wird eine Findungskommission eingesetzt.
Rüstungschef auf Dienstreise in der Tschechischen Republik
Rüstungschef Urs Loher ist am 16. September 2026 auf Dienstreise in der Tschechischen Republik. Im Rahmen seines Besuchs trifft sich der Rüstungschef mit dem tschechischen Rüstungsdirektor, General Jan Gurník, sowie mit Industrievertretenden.
Arbeitsbesuch von Staatssekretär Markus Mäder in Den Haag
Markus Mäder, Staatssekretär für Sicherheitspolitik, ist am 16. und 17. September 2026 auf Arbeitsbesuch in Den Haag in den Niederlanden. Im Zentrum des Besuchs stehen bilaterale Gespräche mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern der niederländischen Behörden sowie ein Austausch mit Sabrina Dallafior, Generaldirektorin der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW).
Digitale Überwachung in Pflegeeinrichtungen: EDÖB und privatim veröffentlichen gemeinsamen Leitfaden
Der Einsatz von Kameras, Infrarotsensoren oder Radaren zur Überwachung von betreuten Personen in Spitälern oder ähnlichen Einrichtungen gewinnt an Bedeutung. Der EDÖB und privatim veröffentlichen einen Leitfaden, um die datenschutzrechtlichen Herausforderungen aufzuzeigen und Einrichtungen zu sensibilisieren, die solche Überwachungslösungen einsetzen möchten.
Wohnungsmarkt zwischen Bevölkerungswachstum und begrenztem Angebot
Das neuste Update des Online-Monitors Wohnungsmarkt des Bundesamtes für Wohnungswesen (BWO) zeigt: Die Lage auf dem Schweizer Wohnungsmarkt hat sich 2025 und im ersten Halbjahr 2026 weiter verschärft. Besonders betroffen sind Wohnungssuchende mit tiefer und mittlerer Kaufkraft. Im Fokus steht zudem der Zusammenhang zwischen Zuwanderung und Wohnungsmarkt. Dabei zeigt sich, dass neben der Bevölkerungsentwicklung auch Einkommen und Wohnungsangebot die Mietzinsentwicklung beeinflussen.
Nationaler Aktionsplan für den Doubs ist auf gutem Wege und wird bis 2030 weitergeführt
Der Bund, die Kantone Jura und Neuenburg, Naturschutzorganisationen und der Regionale Naturpark Doubs setzen seit 2016 am Doubs Massnahmen um, damit sich sein ökologischer Zustand verbessert. Insbesondere die Anpassungen im Zusammenhang mit der Wasserkraftnutzung und die Revitalisierung von Nebenflüssen zeigen positive Auswirkungen.
Regionaler UNESCO-Dialog für «Neue Formen der Zusammenarbeit und Vereinbarungen im Bereich der Rückgabe und Restitution von Kulturgütern»
Der Bund organisiert in Zusammenarbeit mit der UNESCO am 16. und 17. September 2026 einen regionalen UNESCO-Dialog für «Neue Formen der Zusammenarbeit und Vereinbarungen im Bereich der Rückgabe und Restitution von Kulturgütern» in Genf. Die Schweiz bekräftigt damit ihr Engagement für eine engere internationale Zusammenarbeit zwischen Staaten, Kulturinstitutionen, betroffenen Gemeinschaften und weiteren Akteuren, um nachhaltige Lösungen für die Rückgabe und Restitution von Kulturgütern zu fördern und zur Erhaltung des Kulturerbes beizutragen.
Neuartiger Teilchenstrahl könnte Einsteins Schwerkraft-Theorie ins Wanken bringen
Forschende des Paul Scherrer Instituts PSI und der ETH Zürich haben einen intensiven, kalten Strahl aus exotischen Atomen hergestellt. Damit wollen sie eine Grundlage von Einsteins Gravitationstheorie testen – die Universalität des freien Falls.
OECD-Analyse zur Wirtschaftspolitik der Schweiz: Schweiz steht gut da – Reformen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit notwendig
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat am 15. September 2026 ihren Bericht zur Wirtschaftspolitik der Schweiz veröffentlicht. Sie würdigt darin den wirtschaftspolitischen Kurs der Schweiz. Angesichts vielfältiger Herausforderungen identifiziert sie aber auch Handlungsbedarf, um die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Schweiz langfristig zu sichern. Dazu gehören weitere Reformen im Gesundheitswesen und in der Altersvorsorge, eine tiefere administrative Belastung für Unternehmen, eine bessere Ausschöpfung des Arbeitskräftepotenzials, sowie die Stärkung des Wettbewerbs.
Die Schweiz gibt Ägypten ein bedeutendes Kulturgut zurück
Die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements des Innern, Elisabeth Baume-Schneider, hat heute dem ägyptischen Botschafter in der Schweiz eine Grabmaske aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. übergeben. Die Rückgabe unterstreicht das Engagement der Schweiz gegen illegalen Kulturgütertransfer.
Treffen der deutschsprachigen Justizministerinnen und Justizminister in Berlin
Am 14. und 15. September 2026 traf sich Bundesrat Beat Jans in Berlin mit den deutschsprachigen Justizministerinnen und Justizminister zu ihrem jährlichen Austausch. Dieses Jahr standen unter anderem der verbesserte Gewaltschutz für Frauen, die Modernisierung des Zivilprozesses und die Resilienz der Justizsysteme auf der Agenda.
Anzahl der Tierversuche sinkt weiter, Anzahl der Tiere im Schweregrad 3 nimmt zu
Im Jahr 2025 wurden in der Schweiz insgesamt 507 863 Tiere in Tierversuchen eingesetzt, gegenüber 522 636 im Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang von rund 3 Prozent und dem tiefsten Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 1983. Gleichzeitig stieg die Anzahl der Tiere, die in stark belastenden Tierversuchen (Schweregrad 3) eingesetzt wurden, auf 29 413. Das sind 7,4 Prozent mehr als im Vorjahr und der höchste Wert seit 26 Jahren. Der Anstieg betraf vor allem Mäuse und war insbesondere durch zusätzliche Tiereinsätze im Schweregrad 3 in der Krebsforschung geprägt.
Ausgabe der neusten Sondermünze: 120-jähriges Swissmint-Gebäude in Gold
Am 17.09.2026 lanciert Swissmint die neue Sondermünze «120 Jahre Swissmint-Gebäude» und setzt die architektonischen Highlights des Berner Bundesbaus gekonnt in Szene.
Newsletter 496 (15.09.2026)
BAKOM-Neuigkeiten, die Sie interessieren könnten: Zwischen dem 01.09.2026 und dem 14.09.2026 publizierte Artikel.
2025 war jedes vierte Gebäude mit einer Wärmepumpe ausgestattet
2025 gab es in der Schweiz 1,8 Millionen Gebäude mit Wohnnutzung und 4,88 Millionen Wohnungen. Ein Drittel (33%) der Gebäude wurden mit Heizöl beheizt, 17% mit Gas. In jedem vierten Gebäude war eine Wärmepumpe installiert. Dies geht aus der Gebäude- und Wohnungsstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Prüfung des Projektes Verkehr '45
Der Bundesrat unterbreitet dem Parlament regelmässig Programme für den Ausbau des Strassen- und Schienennetzes sowie des Agglomerationsverkehrs. Anfang 2025 lancierte der Bundesrat das Projekt «Verkehr '45». Ziel dieses Projekts ist es, den Ausbau der Verkehrsinfrastrukturen zu koordinieren und festzulegen, welche Ausbauvorhaben bis 2045 und darüber hinaus prioritär umgesetzt werden sollen. Die geplanten Ausbauvorhaben wurden im Juni 2026 in die Vernehmlassung geschickt; die einzelnen Projekte sollen dem Parlament Anfang 2027 vorgelegt werden. Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) hat geprüft, ob die im Rahmen von «Verkehr '45» vorgenommene Priorisierung der Projekte nachvollziehbar ist. Sie begrüsst den Ansatz, die Ausbauprojekte erstmals bereichsübergreifend zu analysieren und zu präsentieren sowie bestehende Projekte zu hinterfragen. Die EFK stellt daran jedoch erhebliche Schwächen fest: Insbesondere für die neuen Ausbauvorhaben fehlen wesentliche Grundlagen für eine nachvollziehbare und fundierte Priorisierung. Vor der Eröffnung des Vernehmlassungsverfahrens hat die EFK das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) sowie den Bundesrat auf diese Schwächen hingewiesen. Sie forderte, das Projekt auszusetzen, bis die wesentlichen Punkte geklärt sind. Dieser Forderung wurde nicht entsprochen.
Das internationale Genf passt sich an den strukturellen Wandel an, stärkt die Koordination und gewinnt an Effizienz
Das internationale Genf beweist seine Widerstandsfähigkeit gegenüber geopolitischen Veränderungen und deren Auswirkungen auf den Multilateralismus. Das dringliche Massnahmenpaket, das der Bund sowie der Kanton und die Stadt Genf 2025 beschlossen haben, trägt Früchte: Keine internationale Organisation hat die Schweiz verlassen, und zwei neue Institutionen haben sich in den letzten Monaten in Genf niedergelassen. Im internationalen Sektor sind zwar Arbeitsplätze verloren gegangen, doch fällt der Verlust geringer aus als befürchtet. Die Gaststaatbehörden verstärken ihre Zusammenarbeit, um diese Dynamik zu konsolidieren.
Der Bundesrat präsentiert seine Ziele für das Jahr 2027
Bundespräsident Guy Parmelin hat heute im Ständerat die Ziele des Bundesrats für das Jahr 2027 präsentiert. Diese sind mit den vier Leitlinien der Legislaturplanung 2023–2027 abgestimmt.
Rückbau des bisherigen Bundesasylzentrums in Altstätten beginnt im September
Nach der Fertigstellung des neuen Bundesasylzentrums (BAZ) an der Luchsstrasse 7 in Altstätten wird das bestehende BAZ an der Bleichemühlistrasse 6 zurückgebaut. Die Rückbauarbeiten beginnen im September 2026 und sind voraussichtlich gegen Ende des 1. Quartals 2027 abgeschlossen. Nach dem Rückbau geht das Grundstück an die Stadt Altstätten über.
