Sicherheitspolitischer Bericht 2021
Der Sicherheitspolitische Bericht 2021 zeigt auf, welche Interessen und Ziele die Schweiz mit ihrer Sicherheitspolitik verfolgt. Ein Zusatzbericht zeigt auf, welche Folgen der Krieg in der Ukraine auf die Schweiz hat.

Übersicht
Die Sicherheitslage ist weltweit und auch in Europa instabiler, unübersichtlicher und unberechenbarer geworden. Die internationalen Entwicklungen sind geprägt von grossem Tempo und Ungewissheit. Das gilt auch für die sicherheitspolitische Lage sowie die konkreten Bedrohungen und Gefahren für die Schweiz. Diese haben sich zwar in den letzten Jahren nicht grundlegend verändert, sie haben sich aber weiterentwickelt und teilweise auch verschärft. Der Umgang in der internationalen Sicherheitspolitik ist noch rauer geworden, das Verfolgen und Durchsetzen machtpolitischer Interessen noch ausgeprägter. Die Erosion multilateraler Zusammenarbeit und internationaler Sicherheitsstrukturen hat sich verstärkt, ebenso der Einsatz von Mitteln «hybrider» Konfliktführung. Die weiter rasch voranschreitende Digitalisierung und Vernetzung hat viele Vorteile; sie hat aber auch die Verletzlichkeit von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft erhöht. Bewaffnete Konflikte und Krisen an der Peripherie Europas dauern an und haben sich teilweise verschlimmert. Wetterbedingte Extremereignisse nehmen im Zuge des Klimawandels zu, die Gefahren durch Pandemien haben sich mit der Covid-19-Pandemie drastisch bestätigt.
Dies sind Kernaussagen des Sicherheitspolitischen Berichts 2021, den der Bundesrat am 24. November 2021 verabschiedet hat.
Neun Ziele
Ausgehend von einer umfassenden Analyse der Lage, legt der Bericht die sicherheitspolitischen Interessen und Ziele die Schweiz fest und zeigt auf, wie diese umgesetzt werden sollen. Definiert sind neun Ziele, die in der Schweizer Sicherheitspolitik in den nächsten Jahren als Schwerpunkte verfolgt werden sollen. Darunter:
- die Stärkung der Früherkennung von Bedrohungen und Krisen;
- die verstärkte Ausrichtung auf «hybride» Bedrohungen, inklusive Modernisierung der Mittel der Armee;
- eine weitere Stärkung des Schutzes vor Cyberbedrohungen;
- Massnahmen gegen Desinformation und Beeinflussung;
- die Stärkung von Resilienz und Versorgungssicherheit.
Der Bericht zeigt auch auf, wie die einzelnen Ziele umgesetzt werden und wie die einzelnen Politikbereiche und Instrumente dazu beitragen und im Verbund zusammenarbeiten müssen (Aussenpolitik, Wirtschaftspolitik, Information und Kommunikation, Armee, Bevölkerungsschutz, Nachrichtendienst, Polizei, Eidgenössische Zollverwaltung, Zivildienst). Dabei werden zu jedem der neun Ziele auch konkrete Massnahmen aufgeführt, die es in den nächsten Jahren umzusetzen gilt.
Der Bericht wird dazu genutzt, breiter und intensiver über Sicherheitspolitik zu diskutieren. Die Sicherheitslage hat sich verschlechtert, das Thema Sicherheit ist dafür umso wichtiger geworden.
Ukraine-Krieg
Der Krieg in der Ukraine hat langfristige Auswirkungen auf die Sicherheit Europas und darüber hinaus. Der Bundesrat hat am 7. September 2022 einen Zusatzbericht zu seinem Sicherheitspoltischen Bericht 2021 gutgeheissen. Demnach will er – unter Einhaltung der Neutralität – die Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Schweiz konsequenter als bislang auf internationale Zusammenarbeit ausrichten. Zudem soll die Modernisierung der Fähigkeiten und Mittel der Armee vorangetrieben werden.
FAQ
Sicherheitspolitischer Bericht 2021
Zusatzbericht zum Ukraine-Krieg
Allgemeines
Meilensteine
Berichte
- Sicherheitspolitischer Bericht 2021
- Zusatzbericht zum Sicherheitspolitischen Bericht 2021 über die Folgen des Krieges in der Ukraine
Weitere Informationen
Inhaltsverzeichnis
Medienmitteilungen
Schweiz und Marokko verstärken die Zusammenarbeit im Migrationsbereich
Die Schweiz und Marokko verstärken ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Migration, Sicherheit, Ausbildung und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Vincenzo Mascioli, Staatssekretär für Migration, und Khalid Zerouali, Direktor für Migration und Grenzüberwachung, haben am 22. Mai 2026 in Rabat eine Vereinbarung zur Regelung der Rückführungsverfahren verabschiedet. Diese Entwicklungen bestätigen die positive Dynamik zwischen den beiden Ländern.
Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» - Zürich
Rede von Bundesrat Beat Jans
Der NDB konkretisiert den Abschluss der Transformation: Neue Organisationsstruktur per 1. Januar 2027
Der Direktor des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB) hat heute an einem Mediengespräch vorgestellt, wie er die Transformation des NDB bis Ende 2026 abschliessen will: Per 1. Januar 2027 erhält der NDB eine neue Organisationsstruktur mit vier statt sechs Direktionsbereichen. Entsprechend reduziert sich die Anzahl der GL-Funktionen von sechs auf vier. Die neue Struktur ist nur ein Teil der laufenden Arbeiten; parallel dazu setzt der Direktor seit seinem Amtsantritt Schwerpunkte bei der Führung, der Kultur und der internen Kommunikation. Damit stärkt der NDB seine Handlungsfähigkeit – zugunsten seines nachrichtendienstlichen Kernauftrags.
Sanktionen: Verordnung über Massnahmen gegenüber bestimmten Personen, Gruppen, Unternehmen und Organisationen, die mit den Organisationen ISIL (Da'esh) und Al-Kaida in Verbindung stehen
Das UNO-Sanktionskomitee hat die Liste der sanktionierten natürlichen Personen, Unternehmen und Organisationen geändert. Die Datenbank SESAM wurde entsprechend angepasst. Der Bundesrat hat am 4. März 2016 die Verordnung zur automatischen Übernahme von Sanktionslisten des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen verabschiedet. Damit sind Änderungen der Sanktionslisten des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen in der Schweiz unmittelbar rechtsgültig.
«Sorge für die Zukunft tragen und gleichzeitig mit der Geschichte verbunden bleiben» (en)
Rede von Bundesrat Ignazio Cassis anlässlich der Einweihung des Schweizer Hauses für Kultur, Forschung und Diplomatie in Athen – Es gilt das gesprochene Wort
Ukraine: Die Schweiz weitet ihre Sanktionslisten aus
Das Departement für Bildung, Wirtschaft und Forschung (WBF) hat die Sanktionslisten betreffend Russland und Belarus am 22. Mai 2026 ausgeweitet. Die Schweiz übernimmt damit diverse Änderungen, die die EU im Rahmen ihres 20. Sanktionspakets beschlossen hat. Die Massnahmen treten am 22. Mai 2026 um 23:00 Uhr in Kraft.
Wirtschaft und Behörden treiben Berufsintegration gemeinsam voran
Bundesrat Beat Jans hat sich am 22. Mai 2026 mit Vertreterinnen und Vertretern grosser Unternehmen, den Spitzen der Sozialpartner und der Kantonsregierungen getroffen, um sich über erfolgsversprechende Ansätze bei der beruflichen Integration von Stellensuchenden auszutauschen. Ein besonderer Fokus lag auf einer systematischen Zusammenarbeit bei der beruflichen Integration von Geflüchteten. Dazu soll die digitale Stellenplattform und Beratungsstelle Path2Work lanciert werden.
Öffentliche Beratungen der UBI: Corona und Gaza beschäftigen weiter
Die UBI hiess eine Beschwerde gegen die Radiosendung «Treffpunkt» gut, in der eine SRF-Wissenschaftsjournalistin zur Covid-Impfung in der Schweiz inverviewt wurde. Auch eine RTS-Radiosendung, welche über die Masern- und Covid-Impfung informierte, verletzte das Sachgerechtigkeitsgebot. Zudem verstiess eine SRF-Fernsehsendung kurz vor der Abstimmung über die Erbschaftssteuerinitiative gegen das Vielfaltsgebot. Die kritischen Rückblicke von Radio SRF mit dem ehemaligen Impf-Chef Christoph Berger sowie vier Beiträge über den Nahost-Krieg waren hingegen rechtskonform.
Delegation des französischen Commandement de la cyberdéfense besucht Kommando Cyber
Vom 21. bis am 22. Mai hat eine Delegation des französischen Commandement de la cyberdéfense unter der Leitung von dessen Kommandanten (COMCYBER), Général de division aérienne Emmanuel Naëgelen, das Kommando Cyber der Schweizer Armee besucht. Im Zentrum des zweitägigen Austauschs standen aktuelle Entwicklungen, operative Fähigkeiten sowie die Vertiefung der bilateralen Zusammenarbeit im Bereich der Cyberverteidigung.
ETH-Bereich stärkt bestehende Zusammenarbeit mit dem VBS und armasuisse
An seiner Sitzung vom 20./21. Mai diskutierte der ETH-Rat die Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit mit dem VBS und dem Bundesamt für Rüstung armasuisse, die gemäss der Rüstungspolitischen Strategie des Bundesrats intensiviert werden soll. Wie der Bundesrat lehnt auch der ETH-Rat die Initiative gegen eine «10-Millionen-Schweiz» ab. Zudem ernannte der ETH-Rat drei neue Mitglieder der Direktion des PSI und zwei der Direktion der WSL.
Research Program Security: Das VBS und der ETH-Bereich stärken Forschung im Bereich Sicherheit und Verteidigung
Das Bundesamt für Rüstung armasuisse und der ETH-Bereich stärken ihre strategische Zusammenarbeit in der sicherheitsrelevanten Forschung. Mit dem Programm «Research Program Security», das im Oktober 2025 lanciert wurde, sollen innovative Ideen und Lösungen für die aktuellen Herausforderungen im Bereich Sicherheit und Verteidigung entwickelt werden. Ab Mai 2026 starten acht Projekte aus der ersten Ausschreibung. Dafür stellt armasuisse zwei Millionen Franken zur Verfügung.
19 Professorinnen und Professoren an den beiden ETH ernannt
Der ETH-Rat hat an seiner Sitzung vom 20./21. Mai 2026 auf Antrag des Präsidenten der ETH Zürich, Prof. Dr. Joël Mesot, und der Präsidentin der EPFL, Prof. Dr. Anna Fontcuberta i Morral, insgesamt 6 Professorinnen und 13 Professoren ernannt, 5 Personen den Titel Professor und 2 Personen den Titel Professor of Practice verliehen sowie den Rücktritt von 15 Professorinnen und Professoren mit Verdankung zur Kenntnis genommen. In den letzten 12 Monaten hat der ETH-Rat insgesamt 25 Frauen und 27 Männer neu ernannt, was einem Frauenanteil von 48 % entspricht.
Tares - Aktualisierung auf den 1. Juni 2026
Der Zolltarif Tares wird auf den 1. Juni 2026 aktualisiert.
2025 gab es in der Schweiz nahezu 5% weniger Kulturschaffende als im Vorjahr
Im Jahr 2025 verringerte sich die Zahl der Kulturschaffenden in der Schweiz im Vergleich zu 2024 um 4,8%. Diese Abnahme ist mit jener während der Covid-19-Pandemie in den Jahren 2019–2020 vergleichbar. Sie betraf vor allem männliche Kulturschaffende sowie solche mit Schweizer Staatsangehörigkeit. In der lateinischen Schweiz fiel der Rückgang zudem stärker aus als in der Deutschschweiz. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse zu den Kulturschaffenden (2025) aus der aktualisierten Statistik der Kulturwirtschaft. Auch die Zahlen zur öffentlichen und privaten Kulturfinanzierung wurden aktualisiert (2023).
Jahresbericht 2025 der EFK: Generationengerechte Verantwortung
Was die Bundesverwaltung heute entscheidet oder unterlässt, hat Folgen für die kommenden Generationen. Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) trägt dazu bei, Risiken früh zu identifizieren und aufzuzeigen, wo Handlungsbedarf besteht. Damit die EFK aber ihre Rolle als unabhängige Kontrollinstanz wirksam wahrnehmen kann, sieht sie Handlungsbedarf.
Vorlesung «Das politische System der Schweiz»
Rede von Bundesrat Beat Jans an der Universität Bern
Betriebsergebnisse 2025: positiv für die AHV und die EO, negativ für die IV
Die drei Sozialversicherungen schliessen das Geschäftsjahr 2025 mit einem positiven Umlageergebnis von CHF 1'844 Millionen für die AHV, einem negativen Umlageergebnis von CHF 209 Millionen für die IV und einem positiven Umlageergebnis von CHF 179 Millionen für die EO ab. Die gute Performance der Finanzmärkte im Jahr 2025, die hauptsächlich von Aktien, Gold und Wechselkurseffekten getragen wurde, ermöglichte es den drei Ausgleichsfonds, positive Anlageergebnisse zu verzeichnen. Dies führt zu einem positiven Betriebsergebnis von CHF 4'445 Millionen für die AHV, einem negativen Betriebsergebnis von CHF 213 Millionen für die IV und einem positiven Betriebsergebnis von CHF 305 Millionen für die EO. Die Schuld der IV gegenüber der AHV bleibt unverändert bei CHF 10'284 Millionen. Per 31. Dezember 2025 belief sich das von compenswiss verwaltete Vermögen auf CHF 50'691 Millionen.
SEM legt vorübergehend sechs Bundesasylzentren still
Weil die Zahl eingehender Asylgesuche in den letzten Wochen tiefer als prognostiziert ausfiel, legt das SEM vorübergehend die Bundesasylzentren (BAZ) in Thônex, Niederscherli, Aesch, Arlesheim, Sulgen und Chiasso für mehrere Wochen still. Diese Periode wird genutzt für kleinere Instandstellungsarbeiten. Wenn ab Sommer die Asylgesuche saisonal bedingt wieder ansteigen sollten, stehen die Kapazitäten dieser BAZ wieder zur Verfügung.
Öffentlicher Regionalverkehr: mehr Pünktlichkeit und Sauberkeit im Jahr 2025
Auch im Jahr 2025 überzeugte der regionale Bus- und Zugverkehr mit hoher Qualität. Insbesondere bei der Pünktlichkeit und der Sauberkeit wurden weitere Fortschritte erzielt. Dies geht aus dem diesjährigen Bericht des BAV hervor.
Die Schweiz stellt 13,5 Millionen Franken für den Nahen und Mittleren Osten bereit
Aufgrund des Konflikts zwischen Israel, den USA und dem Iran hat sich die humanitäre Lage im Nahen und Mittleren Osten verschärft. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stellt daher 13,5 Millionen Franken für die humanitäre Hilfe im Iran, im Libanon, in Syrien, im Jemen und in Afghanistan bereit.
BAG-Bulletin
Die neuste Zahlen sind auf der Website BAG-Bulletin publiziert: Meldungen Infektionskrankheiten – Sentinella-Statistik – Wöchentliche Übersicht zu respiratorischen Viren – Rezeptsperrung
Starker Anstieg der Konkurse im Jahr 2025
Im Jahr 2025 wurden 12 485 Unternehmenskonkurse eröffnet, das sind 61,2% mehr als im Vorjahr. Dieser Anstieg könnte mit der geänderten Rechtsgrundlage zusammenhängen: Neu kann bei unbezahlten öffentlich-rechtlichen Forderungen ein Konkursverfahren eröffnet werden. Weniger drastisch fiel die Zunahme bei den Verlusten aus Konkursverlustscheinen (+17,8%) aus. Sie stand im Einklang mit der Entwicklung der Anzahl abgeschlossener Konkursverfahren (+10,2%). Soweit die jüngsten Ergebnisse der Betreibungs- und Konkursstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS).
2025 wurden mehr als 8 Milliarden Arbeitsstunden geleistet
Im Jahr 2025 wurden in der Schweiz insgesamt 8,114 Milliarden Arbeitsstunden geleistet. Diese Zahl blieb im Vergleich zum Vorjahr stabil. Zwischen 2020 und 2025 ist die tatsächliche wöchentliche Arbeitszeit der Vollzeitarbeitnehmenden auf 40 Stunden und 3 Minuten angestiegen. Damit liegt sie weiterhin unter dem Vor-Corona-Niveau. Soweit die jüngsten Ergebnisse des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Publikationshinweis: Änderung der Verordnung über die Unfallversicherung (Motion 11.3811 Darbellay)
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. Mai 2026 das Vernehmlassungsverfahren zur Änderung der Verordnung über die Unfallversicherung eröffnet (Umsetzung der Motion 11.3811 Darbellay).
Bundesrat eröffnet Vernehmlassung zur Reform AHV 2030
Der Bundesrat will die AHV modernisieren, an die gesellschaftliche Entwicklung anpassen und ihr langfristiges finanzielles Gleichgewicht sichern. Dazu soll das Beitragssystem verbessert und das Arbeiten bis zum Erreichen des Referenzalters und darüber hinaus gefördert werden. Eine Erhöhung des Referenzalters ist hingegen nicht vorgesehen. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. Mai 2026 die Vernehmlassung zur Reform AHV 2030 eröffnet. Je nach Entscheid des Parlaments zur Finanzierung der 13. Altersrente, könnte eine zusätzliche Finanzierung notwendig werden.
Vernehmlassungseröffnung: Eidgenössisches Departement des Innern
Revision des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV 2030)Die Reform AHV 2030 zielt im Wesentlichen darauf ab, die finanzielle Lage der AHV für den Zeitraum 2030 bis 2040 zu sichern. Zudem will der Bundesrat die Bestimmungen zur Altersvorsorge der 1. und 2. Säule ergänzen, um die Massnahmen zur Förderung der Weiterbeschäftigung bis zum Erreichen des Referenzalters und darüber hinaus zu verstärken. Schliesslich soll mit der Reform die Versicherung an die gesellschaftlichen Veränderungen angepasst werden, indem die Modernisierung vorangetrieben und die notwendigen Grundlagen für die Entwicklung flexiblerer Rentenmodelle geschaffen werden.Datum der Eröffnung: 20. Mai 2026Vernehmlassungsfrist: 11. September 2026
Vernehmlassungseröffnung: Eidgenössisches Departement des Innern
Änderung der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV)Die Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV) wird geändert, um der Motion 11.3811 Darbellay « Rechtslücke in der Unfallversicherung schliessen » umzusetzen.Datum der Eröffnung: 20. Mai 2026Vernehmlassungsfrist: 10. September 2026
Neue Botschafterinnen und Botschafter sowie Veränderungen an der Zentrale
In einigen Schweizer Vertretungen sowie an der Zentrale des EDA kommt es 2026 und 2027 zu personellen Wechseln sowie der Verleihung von Botschaftertiteln. Diese geschehen im Rahmen der periodischen Versetzungen des EDA sowie aufgrund der Ernennungen durch den Bundesrat.
Handelsabkommen: Bundesrat will Landwirtschaft gezielt unterstützen
Der Bundesrat will die Landwirtschaft bei der Anpassung an neue Marktbedingungen im Zuge der Diversifizierung des Schweizer Aussenhandels unterstützen. Er hat deshalb am 20. Mai 2026 Begleitmassnahmen beschlossen. Im Zentrum steht ein zeitlich begrenztes Zusatzangebot für Investitionskredite. Die zusätzlichen Mittel sollen ab dem Budget 2028 eingestellt werden.
Pensionierung von Divisionär Alain Vuitel
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. Mai 2026 von der ordentlichen Pensionierung von Divisionär Alain Vuitel per 30. Juni 2026 Kenntnis genommen.
Bundesrat verzichtet auf Unterstützung der European Championships 2030
Der Multisportanlass European Championships könnte 2030 in der Schweiz stattfinden. Der Bundesrat hat Kenntnis von den Erwartungen der Organisatoren an die finanzielle Beteiligung durch den Bund. Um frühzeitig Klarheit zu schaffen, hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 20. Mai 2026 eine Aussprache geführt und angesichts der angespannten Finanzsituation des Bundes beschlossen, auf die finanzielle Unterstützung des Anlasses zu verzichten.
Fortschritte bei der Stärkung der Cybersicherheit
Die Schweiz kommt bei der Stärkung der Cybersicherheit voran. Der aktuelle Umsetzungsbericht zur Nationalen Cyberstrategie (NCS) dokumentiert den Stand der Arbeiten im Jahr 2025 und zeigt, dass in den laufenden Vorhaben Fortschritte erzielt wurden. Zudem zeigt der Bericht auf, mit welchen Massnahmen der zunehmenden Bedeutung von künstlicher Intelligenz (KI) im Bereich der Cybersicherheit begegnet wird. Der Bundesrat wurde in seiner Sitzung vom 20. Mai 2026 über den Bericht informiert.
Auf dem Weg zur Aufnahme der Pflegeexpertinnen und Pflegeexperten APN in die obligatorische Krankenpflegeversicherung
Um dem Hausärztemangel zu begegnen, könnten bestimmte medizinische Leistungen auf Pflegeexpertinnen und Pflegeexperten APN übertragen werden. Damit diese Leistungen jedoch von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) übernommen werden können, ist eine Änderung des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) erforderlich. An seiner Sitzung vom 20. Mai 2026 hat der Bundesrat das Eidgenössische Departement des Innern mit der Ausarbeitung eines entsprechenden Gesetzesentwurfs beauftragt.
Neuer Abschlussbericht (Seilbahn) der SUST verfügbar
Ein neuer Abschlussbericht (Seilbahn) ist auf der Website der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST verfügbar.
Kantonale Differenzen bereinigt: Bundesrat genehmigt Logistikstandort Emmepark Landshut (BE)
Die Kantone Bern und Solothurn haben ihre unterschiedlichen Standpunkte zum Logistikstandort Emmepark Landshut bereinigt und eine Vereinbarung getroffen. Sie fliesst in den Richtplan des Kantons Bern ein. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. Mai 2026 das Logistikvorhaben im Richtplan des Kantons Bern genehmigt.
Bundesrat setzt Gesetzes- und Verordnungsänderungen des EU-Migrations- und Asylpakts in Kraft
Als assoziierter Schengen-/Dublin-Staat übernimmt die Schweiz Teile des neuen EU-Migrations- und Asylpakts. Neben verschiedenen Gesetzesänderungen sind dafür auch Anpassungen einzelner nationaler Verordnungen notwendig. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. Mai 2026 die entsprechenden Teilrevisionen gutgeheissen. Er setzt diese zusammen mit den vom Parlament beschlossenen Gesetzesänderungen auf den 12. Juni 2026 in Kraft.
Das Schweizer Patent wird gestärkt
Die totalrevidierte Patentverordnung ist in der Vernehmlassung auf breite Zustimmung gestossen. Der Bundesrat hat sie an seiner Sitzung vom 20. Mai 2026 gutgeheissen. Die Verordnung tritt zusammen mit dem geänderten Patentgesetz am 1. Januar 2027 in Kraft. Das neue Patentrecht führt zu mehr Rechtssicherheit und schlankeren Verfahren.
Kartellgesetz: Bundesrat verabschiedet Botschaft für eine Reform der Wettbewerbsbehörden
Der Bundesrat hat am 20. Mai 2026 die Botschaft zu einer Änderung des Kartell- und des Verwaltungsgerichtsgesetzes verabschiedet. Mit institutionellen und verfahrensrechtlichen Anpassungen bei der Wettbewerbskommission (WEKO) und beim Bundesverwaltungsgericht (BVGer) möchte er die Durchsetzung des Kartellrechts verbessern und die Akzeptanz der Verfahren erhöhen.
Neuer Faktenbericht (Aviatik) der SUST verfügbar
Ein neuer Faktenbericht (Aviatik) ist auf der Webseite der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST verfügbar.
Das Point Zero Forum in Zürich beschäftigt sich mit der Zukunft der globalen Finanzwelt aus europäischer Sicht
Wie Stablecoins, KI und Quantentechnologien einen globalen Wettlauf um die Kontrolle über die Finanzwelt auslösenEine neue Finanzordnung nimmt Gestalt an. Technologien, die sich einst in der Pilotphase befanden, werden nun in Live-Umgebungen eingesetzt, um den Geldfluss, die Funktionsweise der Märkte und die globale Steuerung von Systemen neu zu gestalten. Stablecoins entwickeln sich zu Abwicklungskanälen, die Tokenisierung verlagert Vermögenswerte auf programmierbare Infrastrukturen, künstliche Intelligenz beginnt, Transaktionen autonom auszuführen, und Quantentechnologien gestalten die Grundlagen von Sicherheit und Systemdesign neu. Zusammen verstärken diese Veränderungen den globalen Wettlauf der großen Volkswirtschaften und Unternehmen um den Aufbau, die Skalierung und die Kontrolle der Finanzinfrastruktur der nächsten Generation.Da Europa seine Führungsrolle im Regulierungsbereich durch Rahmenwerke wie MiCA ausbaut und die Schweiz sich als neutrale Brücke zwischen Finanzsystemen, Kapital und Innovation positioniert, rückt die Region bei der Gestaltung der Zukunft der globalen Finanzwelt immer stärker in den Fokus.Vor diesem Hintergrund findet die fünfte Ausgabe des Point Zero Forums 2026 vom 23. bis 25. Juni 2026 im Kongresshaus Zürich unter dem Motto A Financial System Rewired: Trust, Compliance and Protocols in a Shifting World statt. Im Jahr 2025 brachte das Forum mehr als 1.300 Teilnehmer aus über 60 Ländern zusammen.Gleichzeitig findet in Zürich die Swiss FinTech Week statt. Ein gutes Beispiel wie die Schweiz internationale und nationale Kompetenz im Bereich Finanzinnovation zusammenbringt.Das Point Zero Forum, das vom Schweizer Staatssekretariat für internationale Finanzfragen und dem in Singapur ansässigen Global Finance and Technology Network (GFTN) organisiert wird, hat sich zur führenden Plattform in Europa entwickelt, auf der sich die Teilnehmer darüber abstimmen, wie Finanzsysteme der nächsten Generation gestaltet, gesteuert und in großem Maßstab eingeführt werden.Eine globale Konvergenz von Politik, Technologie und FinanzenDas Point Zero Forum bringt eine hochkarätige Gruppe globaler Entscheidungsträger zusammen, die das Finanzsystem prägen, darunter Vertreter von Regierungen, Zentralbanken, Finanzinstituten, Technologieunternehmen und globalen Organisationen.Vertreter des öffentlichen Sektors und politische Entscheidungsträger sind unter anderem Bundesrätin Karin Keller-Sutter, EU-Kommissarin Maria Luís Albuquerque sowie Alvin Tan, Staatsminister und Vorstandsmitglied der Monetary Authority of Singapore (MAS), sowie Christoph König, stellvertretender Staatssekretär, Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF).Weitere renommierte Referentinnen und Referenten stammen aus Zentralbanken und internationalen Organisationen, global tätigen Finanzinstituten und führende Persönlichkeiten im Bereich digitale Vermögenswerte und Zahlungsverkehr sowie Technologie und Infrastruktur.SCHLÜSSELTHEMENIn einer fragmentierten Landschaft, in der Europa reguliert, Asien aufbaut und die USA die Liquidität skalieren – welches Modell wird sich als globaler Standard für die Finanzinfrastruktur durchsetzen?Die globale Finanzwelt spaltet sich auf verschiedene Machtzentren auf: Europa setzt regulatorische Standards, Asien treibt die praktische Umsetzung voran und die Vereinigten Staaten sichern die Liquidität durch dollarbasierte Systeme.Wer wird die Grundlagen des nächsten Finanzsystems aufbauen und besitzen, wenn die Infrastruktur von Pilotprojekten in den produktiven Einsatz übergeht?Stablecoins, Tokenisierung, KI und Quantencomputing konvergieren, um die Finanzinfrastruktur neu aufzubauen und Systeme von der Experimentierphase hin zu skalierbaren, programmierbaren und autonomen Umgebungen zu verlagern.Kann die Schweiz den Entwurf für programmierbare Finanzen vorlegen und zur Brücke zwischen konkurrierenden Finanzsystemen werden?Die Schweiz treibt die Integration von programmierbarem Geld in die Finanzinfrastruktur voran und positioniert sich als globaler Knotenpunkt, der Zahlungs-, Wertpapier- und Compliance-Systeme miteinander verbindet.Was geschieht mit Souveränität und Vertrauen, wenn Finanzsysteme von menschlicher Aufsicht zu maschineller Ausführung übergehen?Steigende Herausforderungen für Regulierungsbehörden und politische Entscheidungsträger: Souveränität, Skalierbarkeit und Vertrauen – während sich die digitale Dollarisierung beschleunigt und Systeme fragmentieren, stehen politische Entscheidungsträger unter wachsendem Druck, die Währungshoheit zu wahren und gleichzeitig Vertrauen in maschinengesteuerte Finanzsysteme zu schaffen. Wie können politische Entscheidungsträger Souveränität und Vertrauen bewahren und gleichzeitig Innovation auf globaler Ebene ermöglichen?Medienkontakt:Mario TuorLeiter Kommunikation SIFEidgenössisches Finanzdepartement EFDStaatssekretariat für internationale Finanzfragen SIFTelefon + 41 58 481 34 96Mobil +41 79 550 28 60Email: mario.tuor@sif.admin.chPreeti DawraLeiterin KommunikationGlobal Finance & Technology NetworkEmail: preeti.dawra@gftn.com
Ignazio Cassis eröffnet die neue Schweizer Botschaft in Athen: «Schweizer Haus der Kultur, Forschung und Diplomatie»
Bundesrat Ignazio Cassis reist vom 22. bis 23. Mai 2026 nach Griechenland. Dort trifft er sich mit Aussenminister Giórgos Gerapetrítis und Verteidigungsminister Nikos Dendias. Zudem nimmt der Vorsteher des EDA an der Einweihung der neuen Schweizer Botschaft in Athen teil.
Abschaltung «MWST-Abrechnung easy»
Die ESTV hat die wichtigsten Onlineservices ins neue ESTV-Portal überführt. Aufgrund erhöhter Sicherheitsanforderungen kann «MWST-Abrechnung easy» nicht mehr genutzt werden. Bisherige Nutzerinnen und Nutzer von «MWST-Abrechnung easy» müssen deshalb jetzt auf «MWST-Abrechnung pro» wechseln. Diese Anleitung führt Sie Schritt für Schritt durch den Registrierungsprozess.
Die Schweiz und Deutschland betonen Wert der Zusammenarbeit in der aktuellen Lage
Bundespräsident Guy Parmelin ist am Dienstag, 19. Mai 2026, in Berlin mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz zusammengekommen. Im Zentrum des Treffens standen bei den bilateralen Beziehungen die Themen Wirtschaft, Innovation und Forschung und darüber hinaus die Wettbewerbsfähigkeit Europas sowie die europäische Sicherheitsarchitektur.
Polens Präsident Karol Nawrocki nächste Woche zum Staatsbesuch in der Schweiz
Der polnische Präsident Karol Nawrocki wird am Mittwoch, 27. Mai 2026, zu einem zweitägigen Staatsbesuch in der Schweiz erwartet. Der Bundesrat unter der Leitung von Bundespräsident Guy Parmelin unterstreicht mit der Einladung die Bedeutung der bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Polen. Seit der Wende 1989 war in jeder Dekade ein polnisches Staatsoberhaupt zu Gast in der Schweiz.
Schweiz und Luxemburg vereinbaren regelmässigen Finanzdialog
Bundesrätin Karin Keller-Sutter, Vorsteherin des Eidgenössischen Finanzdepartements, hat am 19. Mai 2026 in Bern den luxemburgischen Finanzminister Gilles Roth empfangen. Sie vereinbarten einen regelmässigen Finanzdialog zwischen der Schweiz und Luxemburg. Beide Länder wollen als erfolgreiche Finanzstandorte zur Wettbewerbsfähigkeit Europas beitragen.
Der Fotokünstler Christian Scholz schenkt der Schweizerischen Nationalbibliothek eine komplette Edition von «501 – Portraitwerk Schweiz. Ein künstlerisches Programm»
Die Graphische Sammlung der Schweizerischen Nationalbibliothek erhält eine bedeutende Schenkung zur Erweiterung ihrer umfassenden Sammlung an fotografischen Portraits. Der Zürcher Fotokünstler Christian Scholz (*1951), zusammen mit seiner Familie, überlässt dem Bund eine komplette Edition des Œuvres «501 – Portraitwerk Schweiz. Ein künstlerisches Programm». Bekannte Schweizer Persönlichkeiten sind darin zu entdecken, aber auch viele Unbekannte, die sich in ihrer Gesamtheit zu einem reich modulierten «Gesicht der Schweiz» zusammenfügen.
Wandern in der Schweiz: Neue Ausstellung der Bibliothek am Guisanplatz
Die neue Ausstellung der Bibliothek am Guisanplatz BiG widmet sich dem Thema Wandern. Vom 22. Mai 2026 bis am 26. November 2027 zeigt sie ein facettenreiches Panorama rund um die beliebte Freizeitaktivität. «Unterwegs. Wandern in der Schweiz» entstand in Zusammenarbeit mit swisstopo, den Schweizer Wanderwegen und dem Bereich Langsamverkehr des Bundesamtes für Strassen ASTRA.
Neue Materialien für die Elektrolyse: Grünen Wasserstoff günstiger herstellen
Grüner Wasserstoff – mit erneuerbarer Energie aus Wasser hergestellt – ist ein wichtiger nachhaltiger Treibstoff und Energiespeicher. Seine industrielle Herstellung ist allerdings deutlich teurer als die konventionelle Gewinnung von Wasserstoff aus fossilen Quellen. Empa-Forschende entwickeln mit ihren Partnern Materialien für die Wasserelektrolyse, die nicht nur leistungsfähiger und günstiger sind, sondern sich auch in industriellem Massstab skalieren lassen.
«Eine Schweiz mit 10 Millionen Einwohnern? Berechtigte Sorgen, falsches Mittel» (fr)
Rede von Bundesrat Ignazio Cassis, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) anlässlich einer Veranstaltung zur Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» in Bulle – Es gilt das gesprochene Wort
Neuer Abschlussbericht (Aviatik) der SUST verfügbar
Ein neuer Abschlussbericht (Aviatik) ist auf der Website der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST verfügbar.
