Sicherheitspolitischer Bericht 2021
Der Sicherheitspolitische Bericht 2021 zeigt auf, welche Interessen und Ziele die Schweiz mit ihrer Sicherheitspolitik verfolgt. Ein Zusatzbericht zeigt auf, welche Folgen der Krieg in der Ukraine auf die Schweiz hat.

Übersicht
Die Sicherheitslage ist weltweit und auch in Europa instabiler, unübersichtlicher und unberechenbarer geworden. Die internationalen Entwicklungen sind geprägt von grossem Tempo und Ungewissheit. Das gilt auch für die sicherheitspolitische Lage sowie die konkreten Bedrohungen und Gefahren für die Schweiz. Diese haben sich zwar in den letzten Jahren nicht grundlegend verändert, sie haben sich aber weiterentwickelt und teilweise auch verschärft. Der Umgang in der internationalen Sicherheitspolitik ist noch rauer geworden, das Verfolgen und Durchsetzen machtpolitischer Interessen noch ausgeprägter. Die Erosion multilateraler Zusammenarbeit und internationaler Sicherheitsstrukturen hat sich verstärkt, ebenso der Einsatz von Mitteln «hybrider» Konfliktführung. Die weiter rasch voranschreitende Digitalisierung und Vernetzung hat viele Vorteile; sie hat aber auch die Verletzlichkeit von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft erhöht. Bewaffnete Konflikte und Krisen an der Peripherie Europas dauern an und haben sich teilweise verschlimmert. Wetterbedingte Extremereignisse nehmen im Zuge des Klimawandels zu, die Gefahren durch Pandemien haben sich mit der Covid-19-Pandemie drastisch bestätigt.
Dies sind Kernaussagen des Sicherheitspolitischen Berichts 2021, den der Bundesrat am 24. November 2021 verabschiedet hat.
Neun Ziele
Ausgehend von einer umfassenden Analyse der Lage, legt der Bericht die sicherheitspolitischen Interessen und Ziele die Schweiz fest und zeigt auf, wie diese umgesetzt werden sollen. Definiert sind neun Ziele, die in der Schweizer Sicherheitspolitik in den nächsten Jahren als Schwerpunkte verfolgt werden sollen. Darunter:
- die Stärkung der Früherkennung von Bedrohungen und Krisen;
- die verstärkte Ausrichtung auf «hybride» Bedrohungen, inklusive Modernisierung der Mittel der Armee;
- eine weitere Stärkung des Schutzes vor Cyberbedrohungen;
- Massnahmen gegen Desinformation und Beeinflussung;
- die Stärkung von Resilienz und Versorgungssicherheit.
Der Bericht zeigt auch auf, wie die einzelnen Ziele umgesetzt werden und wie die einzelnen Politikbereiche und Instrumente dazu beitragen und im Verbund zusammenarbeiten müssen (Aussenpolitik, Wirtschaftspolitik, Information und Kommunikation, Armee, Bevölkerungsschutz, Nachrichtendienst, Polizei, Eidgenössische Zollverwaltung, Zivildienst). Dabei werden zu jedem der neun Ziele auch konkrete Massnahmen aufgeführt, die es in den nächsten Jahren umzusetzen gilt.
Der Bericht wird dazu genutzt, breiter und intensiver über Sicherheitspolitik zu diskutieren. Die Sicherheitslage hat sich verschlechtert, das Thema Sicherheit ist dafür umso wichtiger geworden.
Ukraine-Krieg
Der Krieg in der Ukraine hat langfristige Auswirkungen auf die Sicherheit Europas und darüber hinaus. Der Bundesrat hat am 7. September 2022 einen Zusatzbericht zu seinem Sicherheitspoltischen Bericht 2021 gutgeheissen. Demnach will er – unter Einhaltung der Neutralität – die Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Schweiz konsequenter als bislang auf internationale Zusammenarbeit ausrichten. Zudem soll die Modernisierung der Fähigkeiten und Mittel der Armee vorangetrieben werden.
FAQ
Sicherheitspolitischer Bericht 2021
Zusatzbericht zum Ukraine-Krieg
Allgemeines
Meilensteine
Berichte
- Sicherheitspolitischer Bericht 2021
- Zusatzbericht zum Sicherheitspolitischen Bericht 2021 über die Folgen des Krieges in der Ukraine
Weitere Informationen
Inhaltsverzeichnis
Medienmitteilungen
Vernehmlassungseröffnung: Eidgenössisches Departement des Innern
Revision der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV): Datenaustausch zwischen Kantonen und Versicherern; nicht kontaktierbare VersicherteDie vorliegende Revision der KVV erlässt die notwendigen Ausführungsbestimmungen zur Umsetzung der KVG-Revision (Datenaustausch, Risikoausgleich). Einerseits muss eine Delegationsnorm an das EDI vorgesehen werden, um das einheitliche Verfahren für den Datenaustausch zu regeln. Andererseits ist das Verfahren zur Sistierung der nicht kontaktierbare Versicherte zu regeln.Datum der Eröffnung: 20. März 2026Vernehmlassungsfrist: 29. Juni 2026
Vernehmlassungseröffnung: Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement
Änderung der Verordnung über die Integration von Ausländerinnen und Ausländern (VIntA) und der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) (Integration und Erwerbstätigkeit von spezifischen Personengruppen)Der Bundesrat will die Erwerbstätigkeit von Personen aus dem Asyl- und Ausländerbereich weiter fördern und ihre Integration gezielt verbessern. So sollen beispielsweise vorübergehend Schutzbedürftige künftig umfassender in bestehende Integrationsstrukturen eingebunden werden.Datum der Eröffnung: 20. März 2026Vernehmlassungsfrist: 29. Juni 2026
SECO: Verordnung über Massnahmen im Zusammenhang mit der Situation in der Ukraine
Das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF hat am 19.03.2026 Anhang 8 der Verordnung angepasst. Dabei wurden 7 natürliche Personen aus Anhang 8 gestrichen. Die Massnahmen treten am 20.03.2026 um 23:00 Uhr in Kraft.
ASTRA – Michelin ruft die Reifen 355/50R22.5 Michelin X Multi Z und 355/50R22.5 Michelin X Line Energy Z wegen Druckverlustrisiko zurück
In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) ruft Michelin die Reifen 355/50R22.5 Michelin X Multi Z und 355/50R22.5 Michelin X Line Energy Z zurück. Es besteht Unfall-, Verletzungs- und Todesgefahr. Die Konsumentinnen und Konsumenten sollen nicht mehr mit den Reifen fahren, diese prüfen und erhalten einen kostenlosen Austausch, falls ihre Reifen betroffen sind.
Armeebotschaft 2026: Bundesrat stärkt die Abwehr von Angriffen aus der Distanz
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. März 2026 die Armeebotschaft 2026 verabschiedet. Er beantragt dem Parlament Verpflichtungskredite von rund 3,4 Milliarden Franken. Im Zentrum stehen der Ausbau der bodengestützten Luftverteidigung, der Schutz vor Drohnen sowie zusätzliche Fähigkeiten im Cyberraum. Damit stärkt der Bundesrat die Abwehr der wahrscheinlichsten Bedrohungen – Angriffe aus der Distanz und hybride Konflikte.
Lebensmittelschutz-Initiative: Bundesrat beschliesst interdepartementale Nachzählung
An seiner heutigen Sitzung hat der Bundesrat entschieden, eine interdepartementale Nachzählung der Unterschriften durchzuführen, die für die Volksinitiative «Für gentechnikfreie Lebensmittel (Lebensmittelschutz-Initiative)» eingereicht wurden. Dies ist so üblich bei knappen Ergebnissen. Gemäss Auszählungen und Kontrollen der Bundeskanzlei wurden für diese Initiative rund 98'200 bescheinigte Unterschriften eingereicht. Damit wäre das verfassungsmässige Quorum von 100'000 Unterschriften verfehlt.
Bundesrat will die Versorgung mit Medikamenten verbessern
Der Bundesrat will die Versorgung mit Medikamenten mit einem umfassenden Ansatz stärken, den er an seiner Sitzung vom 20. März 2026 verabschiedet hat. Ziel ist es, eine Überwachung der aktuellen Versorgungslage sicherzustellen sowie die Einfuhr, die Produktion und den Marktzugang von Arzneimitteln der Grundversorgung zu erleichtern, die im Alltag unentbehrlich sind, wie etwa Medikamente für chronisch kranke Patientinnen und Patienten. Die Massnahmen sollen zusammen mit den Akteuren der Gesundheitsversorgung kurz-, mittel- und langfristig gestaffelt umgesetzt werden. Einen Teil der Massnahmen beinhaltet der direkte Gegenentwurf zur Volksinitiative «Ja zur medizinischen Versorgungssicherheit». Der Bundesrat hat die entsprechende Botschaft verabschiedet und dem Parlament überwiesen.
Ernennungen von Höheren Stabsoffizieren der Armee
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. März 2026 folgende Ernennungen von Höheren Stabsoffizieren beschlossen.
Iran-Konflikt: Auswirkungen auf kriegsrelevante Exporte
Der Bundesrat hat am 20. März 2026 die Auswirkungen der Anwendung der Neutralität auf Exporte nach den am Iran-Konflikt beteiligten Staaten beurteilt. Die Ausfuhr von Kriegsmaterial an die in den internationalen bewaffneten Konflikt mit dem Iran verwickelten Länder kann während der Dauer des Konfliktes nicht bewilligt werden. Bestehende Bewilligungen und Ausfuhren anderer Güter werden fortan von einer interdepartementalen Expertengruppe regelmässig überprüft, namentlich in Hinblick auf ihre Vereinbarkeit mit der Neutralität.
Die Schweiz im Jahr 2050: Bundesrat verabschiedet aktualisiertes Raumkonzept
Bund, Kantone, Städte und Gemeinden haben ihre gemeinsame Strategie für die räumliche Entwicklung der Schweiz den neuen Herausforderungen angepasst und das Raumkonzept Schweiz aktualisiert. Der Bundesrat hat das erneuerte Raumkonzept an seiner Sitzung vom 20. März verabschiedet.
Das VBS setzt die Vorbereitungen im Hinblick auf die Teilnahme am Katastrophenschutzverfahren der EU (UCPM) fort
Der verheerende Brand von Crans-Montana hat die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit für die Bewältigung von Katastrophen verdeutlicht. Der Katastrophenschutzmechanismus der Europäischen Union, Union Civil Protection Mechanism (UCPM), hat der Schweiz in entscheidendem Ausmass geholfen, schnell Dutzende schwer verbrannter Patientinnen und Patienten in spezialisierte Spitäler ins Ausland zu verlegen, und so dazu beigetragen, zahlreiche Leben zu retten. Anlässlich seiner Sitzung vom 20. März 2026 wurde der Bundesrat über die ersten aus dieser Zusammenarbeit mit dem UCPM gezogenen Lehren unterrichtet. Das VBS setzt seine Vorbereitungen im Hinblick darauf fort, gemäss Parlamentsauftrag das Gesuch für die Teilnahme am Mechanismus zu stellen.
Bundesrat genehmigt Strategie zur Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. März 2026 die Strategie zur Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung gutgeheissen. Mit dieser erstmals erstellten Gesamtsicht stärkt der Bundesrat das Dispositiv, mit dem die Integrität des Schweizer Finanzplatzes auch in Zukunft geschützt wird.
Drei neue Nationale Forschungsprogramme
Der Bundesrat hat am 20. März 2026 drei neue Nationale Forschungsprogramme (NFP) lanciert. Diese befassen sich mit den Themen psychische Gesundheit von Jugendlichen, digitale Resilienz kritischer Infrastrukturen und Robustheit von Lieferketten. Das für die drei NFP bereitgestellte Budget beläuft sich insgesamt auf 17 Millionen Franken und die Forschungsdauer beträgt drei bis vier Jahre. Umgesetzt werden die Programme vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF).
Prävention von Gewalt im Alter: Bund stärkt Schutz älterer Menschen
Ältere Menschen sollen besser vor Gewalt und Vernachlässigung geschützt werden. Der Bundesrat hat deshalb an seiner Sitzung vom 20. März 2026 ein Impulsprogramm für mehr Prävention und Früherkennung von Gewalt im Alter verabschiedet. Das Programm läuft von 2026 bis 2030. Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) wird das Programm koordinieren, die Umsetzung der Massnahmen soll durch die nationalen Altersorganisationen erfolgen.
Bundesrat eröffnet Vernehmlassung zur Regelung der Situation nicht kontaktierbarer Versicherter
Die Krankenversicherer führen in ihren Beständen eine bestimmte Anzahl «nicht kontaktierbarer Versicherter», also unauffindbarer oder ins Ausland verzogener Personen. Dieser Umstand verfälscht den Risikoausgleich, da die Versicherer weiterhin die Risikoabgabe für diese Versicherten entrichten müssen, die entsprechenden Prämien aber nicht mehr einnehmen. An seiner Sitzung vom 20. März 2026 hat der Bundesrat die Vernehmlassung zur Revision der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) eröffnet, um diese Versicherten aus den Beständen der Versicherer ausschliessen zu können. Die Revision erfolgt auch in Erfüllung zweier vom Parlament am 14. Juni 2024 angenommenen Motionen, die ein einheitliches Verfahren für den Datenaustausch zwischen Kantonen und Versicherern verlangen.
Bundesrat senkt Zinsen für Covid-19-Kredite
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. März 2026 beschlossen, die Zinssätze für die ausstehenden Covid-19-Kredite per 31. März 2026 zu senken. Für Kredite bis 500’000 Franken sind neu 0 Prozent und für Kredite über 500'000 Franken 0,5 Prozent zu entrichten.
Bundesrat will Erwerbstätigkeit von Personen aus dem Asyl- und Ausländerbereich weiter fördern
Der Bundesrat fördert die Erwerbstätigkeit von Personen aus dem Asyl- und Ausländerbereich. Neu will er den Integrationsauftrag für Personen mit Schutzstatus S auf Verordnungsstufe verankern und das Pilotprogramm Integrationsvorlehre (INVOL) in ein dauerhaftes Bundesprogramm überführen. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. März 2026 die Vernehmlassung zur Anpassung der Verordnungen über die Integration von Ausländerinnen und Ausländern und über die Zulassung, den Aufenthalt und die Erwerbstätigkeit eröffnet.
Bundesrat bestätigt Partnerschaft mit vier UNO-Organisationen
Der Bundesrat führt die Zusammenarbeit mit vier UNO-Organisationen bei der Umsetzung der Ziele der nachhaltigen Entwicklung fort. Er beschloss an seiner Sitzung vom 20. März 2026, das Entwicklungsprogramm (UNDP), den Bevölkerungsfond (UNFPA), das Kinderhilfswerk (UNICEF) und die Einheit der UNO für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung von Frauen und Mädchen (UN Women) von 2026 bis 2028 mit jährlich rund 70 Millionen Franken zu unterstützen. Neben der wirksamen Umsetzung der Strategie der internationalen Zusammenarbeit 2025-2028 stärkt die Partnerschaft mit den UNO-Organisationen auch das internationale Genf.
Bundesrat verabschiedet Botschaft zum Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen
Der Bundesrat regelt den Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREB-Kataster) klarer und verbessert den Zugang zu den Grundstücksinformationen. An seiner Sitzung vom 20. März 2026 hat er die Botschaft zur dafür erforderlichen Änderung des Geoinformationsgesetzes (GeoIG) zuhanden des Parlaments verabschiedet.
Finanzstatistik: Prognosen zu den öffentlichen Finanzen 2026–2029
Die Finanzstatistik der Eidgenössischen Finanzverwaltung (EFV) veröffentlicht zweimal jährlich Prognosen zu den öffentlichen Finanzen (Bund, Kantone, Gemeinden und Sozialversicherungen). Die neuen Prognosen decken den Zeitraum bis 2029 ab.
Bescheinigung des Arbeitgebers für in Frankreich ansässige Arbeitnehmer
Die Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV hat die Bescheinigung des Arbeitgebers für in Frankreich ansässige Arbeitnehmer gemäss Artikel 4 des Doppelbesteuerungsabkommens Schweiz/Frankreich, die Artikel 17 und Artikel 28ter des Abkommens unterliegen samt dazugehörigen Erläuterungen publiziert. Die Bescheinigung ist für die Übermittlung an die kantonale Steuerbehörde zwecks automatischen Informationsaustausch für die Daten an Frankreich bestimmt. Diese Bescheinigung ist von allen Schuldnern der steuerbaren Leistung, insbesondere Arbeitgeber und Versicherungen, einzureichen, und zwar jeweils zu Beginn eines Kalenderjahres für die vorangegangene Steuerperiode. Die erstmalige Einreichung erfolgt Anfang 2027 für die Steuerperiode 2026.
Öffentliche Beratungen der UBI: Beschwerden von Tantra-Schule gutgeheissen
Die UBI hiess Beschwerden gegen die Beiträge von SRF «Impact Reportage» über einen angeblichen Machtmissbrauch an einer Tantra-Schule gut. Hingegen wies sie Beschwerden gegen die «Abstimmungsarena» von SRF zum E-ID-Gesetz sowie gegen eine Sendung von «SRF Börse» über ein Solartechnologie-Unternehmen ab.
GloBE Information Return (GIR)
Die Applikation GloBE Information Return (GIR) ist im e-Portal des Bundes verfügbar. Die GIR-Applikation ermöglicht es den Unternehmen, sich für GIR-Zwecke bei der ESTV zu registrieren und die GIR einzureichen.
OSZE-Medienmitteilung: OSZE-Teilnehmerstaaten verabschieden Budget für 2026
Die Teilnehmerstaaten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) haben heute einen Konsens über das Budget der Organisation für das Jahr 2026 erzielt und damit die weitere Umsetzung ihres umfassenden Sicherheitsmandats sichergestellt. Damit endet eine fünfjährige Pattsituation – das letzte genehmigte Budget wurde im Jahr 2021 verabschiedet. Die Budgetverabschiedung bestätigt, dass die OSZE auch in Zeiten erhöhter Spannungen eine wichtige Dialogplattform bleibt. Dieser Entscheid trägt somit auch zur Umsetzung einer zentralen Priorität des Schweizer Vorsitzes – die Handlungsfähigkeit der OSZE zu gewährleisten – bei.
ESA-Rat auf Delegiertenebene tagt in der Schweiz
Am 18./19. März 2026 fand die 345. Ratstagung der Europäischen Weltraumor-ganisation (ESA) auf Delegiertenebene in Interlaken statt. Renato Krpoun, Leiter der Abteilung Raumfahrt im Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Inno-vation (SBFI) hält zurzeit den Vorsitz des ESA-Rates auf Delegiertenebene inne. Im Hinblick auf das baldige Ende seines dreijährigen Vorsitzes tagt der Rat in der Schweiz.
Erfolgreiche Ablösung des Kernsystems
Das Schweizerische Bundesarchiv hat nach 20 Jahren Betrieb sein Archivinformationssystem ersetzt und damit einen entscheidenden Meilenstein seiner digitalen Transformation erreicht.
Blutdrucksenker mit Lichtschalter
Von aus zu an innerhalb von Sekundenbruchteilen − Forschende des Paul Scherrer Instituts PSI haben einen lichtschaltbaren Wirkstoff gegen Bluthochdruck unter die Lupe genommen: Sie haben zugeschaut, wie sich das Molekül von der einen in die andere Form wandelt und wie dies seine Wirksamkeit im Organismus beeinflusst. So helfen sie, Medikamente zu entwickeln, deren Wirkung sich im Körper gezielt mittels Licht steuern lässt. Die Studie erschien nun in der Fachzeitschrift Angewandte Chemie.
Wirtschaft, Wissenschaft und Sicherheit im Zentrum der Reise von Bundesrat Cassis in vier afrikanische Länder
Bundesrat Ignazio Cassis besucht vom 23. bis zum 27. März 2026 die Länder Angola, Nigeria, Côte d’Ivoire und Burkina Faso. Bei den Besuchen in Angola, Nigeria und der Côte d’Ivoire stehen die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen sowie die Wissenschaftszusammenarbeit im Vordergrund. In Burkina Faso geht es um Internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und die Sicherheitslage in der Sahelzone.
Strassenverkehrsunfälle 2025: weniger Todesfälle, mehr Schwerverletzte
Im Jahr 2025 haben in der Schweiz 214 Menschen bei einem Verkehrsunfall ihr Leben verloren. 3935 Personen wurden schwer verletzt. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der getöteten Menschen gesunken (- 36), während die Zahl der Schwerverletzten zugenommen hat (+ 143). Dies geht aus der Strassenverkehrsunfall-Statistik 2025 des Bundesamts für Strassen (ASTRA) hervor.
Schwer entflammbare Holzwerkstoffe dank Melonen-Enzymen: Aus Sägemehl wird ein Brandschutzmaterial
Was heute meist im Ofen landet, könnte morgen Häuser vor Feuer schützen. Forschende der ETH Zürich und der Empa haben einen Weg gefunden, Sägemehl mit einem Mineralbinder zu einem schwer entflammbaren, robusten Material zu pressen – das sogar kreislauffähig ist.
BAG-Bulletin
Die neuste Zahlen sind auf der Website BAG-Bulletin publiziert: Meldungen Infektionskrankheiten – Sentinella-Statistik – Wöchentliche Übersicht zu respiratorischen Viren – Rezeptsperrung
Publikationshinweis: Taschenstatistik «Öffentliche Finanzen 2025»
Der Faltprospekt der Eidgenössischen Finanzverwaltung (EFV) zeigt auf einen Blick die Zahlen zu den Haushalten von Bund, Kantonen, Gemeinden und Sozialversicherungen sowie einen internationalen Vergleich.
Staatssekretär Markus Mäder zum sicherheitspolitischen Austausch in Wien
Markus Mäder, Staatssekretär für Sicherheitspolitik, reist am 19. März nach Wien, wo er Peter Vorhofer, den österreichischen Berater der Bundesregierung für nationale Sicherheit, staatliche Resilienz, umfassende Landesverteidigung, Krisenvorsorge und Krisenbewältigung, trifft. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen das Lagebild sowie die europäische Sicherheit. Auf dem Programm stehen zudem ein Besuch des Bundeslagezentrums und des Complexity Science Hub sowie ein Treffen mit Generalsekretär Arnold Kammel.
Natur und Landschaft – Wirkung durch Zusammenarbeit
Rede von Bundesrat Albert Rösti an der BAFU-Tagung «Natur und Landschaft – Wirkung durch Zusammenarbeit»
Februar 2026: Auf und Ab bei den Exporten hält an
Die Exporte konnten im Februar 2026 nicht an die positive Entwicklung des Januars anknüpfen, gingen sie doch saisonbereinigt um 2,7 Prozent zurück. Damit hielt die wechselnde Auf- und Abwärtsbewegung der vergangenen Monate an. Importseitig resultierte mit –8,3 Prozent der vierte monatliche Rückgang in Serie. In der Folge weitete sich der Überschuss in der Handelsbilanz innert Monatsfrist um rund eine Milliarde auf 4,4 Milliarden Franken aus.
Petra Kobler wird neue Leiterin Kompetenzbereich armasuisse Immobilien
Der Rüstungschef, Urs Loher, hat im Einvernehmen mit dem Chef des Eidg. Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), Bundesrat Martin Pfister, Petra Kobler zur neuen Leiterin des Kompetenzbereichs armasuisse Immobilien ernannt. Sie tritt die Stelle am 1. Mai 2026 an.
BAG – Das Unternehmen Tigotà ruft die Produkte Beauty J. Beauty Welcome to the jungle (Art.-Nr. 204477 und 87144) wegen zu hoher Phthalategehalte zurück
In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) und der Abteilung für Luft-, Wasser- und Bodenschutz des Kantons Tessin ruft das Unternehmen Tigotà die Produkte Beauty J. Beauty Viag+Cont. Welcome to the jungle (Art.-Nr. 204477) und Beauty J. Beauty M Zebra Welcome to the jungle (Art.-Nr. 87144) zurück. Die Produkte enthalten Phthalate, die negative Auswirkungen auf die Fortpflanzung haben können. Die Konsumentinnen und Konsumenten sollen die Produkte nicht mehr verwenden und können sie bis zur Höhe des Kaufbetrags gegen gleichwertige Produkte umtauschen.
BAG – Das Unternehmen Brico SA ruft die Regenhose und ‑jacke «Rainstar» wegen zu hoher Phthalategehalte zurück
In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) und der Abteilung für Luft-, Wasser- und Bodenschutz des Kantons Tessin ruft das Unternehmen Brico SA die Regenjacke und ‑hose «Rainstar» (gelb) zurück. Die Produkte enthalten Phthalate, die negative Auswirkungen auf die Fortpflanzung haben können. Die Konsumentinnen und Konsumenten sollen die Produkte nicht mehr verwenden und erhalten den Kaufpreis durch Umtausch gegen andere Produkte im gleichen Wert zurückerstattet.
Asylstatistik Februar 2026
Im Februar war die Zahl der Asylgesuche gegenüber dem Vormonat wie auch gegenüber dem Vorjahreszeitraum weiter rückläufig. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) verzeichnete 1556 neue Asylgesuche, 8,1 Prozent weniger als im Januar 2026 und 11,8 Prozent weniger als im Februar 2025.
Verkehrsprognose für Ostern 2026
Über die Ostertage rechnet das Bundesamt für Strassen (ASTRA) aufgrund des Ferienreiseverkehrs ab Freitag, 27. März 2026, mit starkem Verkehrsaufkommen, langen Staus und erheblichen Verkehrsbehinderungen. Besonders betroffen sein werden erneut die Nord-Süd-Achsen A2 Gotthard und A13 San Bernardino. Ein erhöhtes Verkehrsaufkommen wird zudem auf den Zufahrtsachsen zu beliebten Ausflugsregionen sowie auf den Autobahnen im Mittelland erwartet.
Schweizer Zoll 2025: Viele Zigaretten und Betäubungsmittel
Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) verzeichnete 2025 Einnahmen von insgesamt rund 23,4 Milliarden Franken. Die Feststellungen im Bereich der irregulären Migration haben abgenommen. Es wurden mehr Sicherstellungen von Betäubungsmitteln verzeichnet. Auffällig ist zudem die Zunahme von geschmuggelten Zigaretten.
Konjunkturprognose: Unterdurchschnittliches Wachstum im Jahr 2026
Die Expertengruppe Konjunkturprognosen des Bundes senkt ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in der Schweiz leicht. Für das Jahr 2026 prognostiziert sie ein unterdurchschnittliches Wachstum von 1,0 %, gefolgt von 1,7 % im Jahr 2027 (Prognose von Dezember 2025: 1,1 % respektive 1,7 %). Der Krieg im Nahen und im Mittleren Osten führt zu höheren Energiepreisen und zu einem weiteren Anstieg der Unsicherheit.
Energieversorgung der Schweiz gesichert
Der Steuerungsausschuss Versorgungssicherheit Energie ist am 17. März 2026 unter der Leitung des Vorstehers des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF), Bundespräsident Guy Parmelin, und des Vorstehers des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), Bundesrat Albert Rösti, zusammengetreten. Das Fachgremium bekräftigt, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Energieversorgung der Schweiz sichergestellt ist.
Eine neue Einstellungen und ein neuer Faktenbericht (Aviatik) der SUST verfügbar
Eine neue Einstellungen und ein neuer Faktenbericht (Aviatik) sind auf der Website der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) verfügbar:
Verständnis und Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft müssen weiter gestärkt werden
Am erstmals durchgeführten Swiss Research and Innovation Summit tauschten sich am 17. März 2026 in Bern Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft über die Rolle wissenschaftlicher Expertise für Politik und Gesellschaft miteinander aus. Ziel der Veranstaltung war es, das Verständnis für die Anforderungen an wissenschaftliche Beratung und den gegenseitigen Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu stärken.
Publikation der Studie: «Arbeitgeberbefragung zur Wahrnehmung der IV und ihrer Instrumente»
Der vorliegende Bericht zeigt die Ergebnisse der Arbeitgeberbefragung 2025 über die Wahrnehmung der Invalidenversicherung und ihrer Instrumente, die Zusammenarbeit mit den IV-Stellen und die Einstellung der Arbeitgeber zur beruflichen Eingliederung von Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Wo möglich und sinnvoll, werden dabei auch Vergleiche zu den früheren Befragungen aus den Jahren 2021,2014, 2012, 2010 und 2008 gezogen. Die Studie analysiert auch die Unterschiede zwischen Untergruppen von Unternehmen (nach Region, Unternehmensgrösse und Branche). Der Bericht liegt in deutscher Sprache vor mit Zusammenfassungen in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Die gedruckte Publikation kann ab April 2026 bestellt werden (Bundesamt für Bauten und Logistik BBL, 3003 Bern, www.bundespublikationen.ch, Bestellnummer 318.010.1/26D).
Nachhaltige Betonbauweise: Massgefertigter Beton aus dem 3D-Drucker
Statt immer mehr Beton und Stahl zu verbauen, setzt ein europäisches Forschungsteam mit Beteiligung der Empa auf intelligente Formen, digitale Fertigung und alternative Bindemittel. So soll ein klimafreundlicher Baustoff entstehen, der filigran und dennoch stabil ist – und sich per 3D-Druck massgefertigt herstellen, wieder zerlegen und neu verwenden lässt.
Zivildiensteinsätze im Schulwesen: Evaluation bestätigt Wirkung
Die vom Bundesamt für Zivildienst ZIVI in Auftrag gegebene externe Evaluation des Tätigkeitsbereichs Schulwesen zeigt: Zivildienstpflichtige unterstützen die schulische Bildung und übernehmen Aufgaben, die sonst zu einem grossen Teil nicht ausgeführt würden. Damit tragen sie zu einer verbesserten Qualität des Unterrichts und der Betreuung bei.
Schweiz und Brasilien vertiefen ihre Zusammenarbeit in Bildung, Forschung und Innovation
Am 16. März 2026 fand in Bern das siebte Treffen des Gemischten Ausschusses Schweiz – Brasilien in den Bereichen Wissenschaft, Technologie und Innovation statt. Es hatte zum Ziel, die bilaterale Zusammenarbeit der beiden Länder in diesen Bereichen weiter zu stärken und zukünftige Prioritäten festzulegen.
Produzenten- und Importpreisindex sinkt im Februar um 0,3%
Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise sank im Februar 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,3% und erreichte den Stand von 99,5 Punkten (Dezember 2025 = 100). Preisrückgänge zeigten insbesondere pharmazeutische Produkte und chemische Produkte. Teurer wurden dagegen Mineralölprodukte sowie Erdöl und Erdgas. Im Vergleich zum Februar 2025 sank das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 2,7%. Dies geht aus den Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
