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Sicherheitspolitischer Bericht 2021

Der Sicherheitspolitische Bericht 2021 zeigt auf, welche Interessen und Ziele die Schweiz mit ihrer Sicherheitspolitik verfolgt. Ein Zusatzbericht zeigt auf, welche Folgen der Krieg in der Ukraine auf die Schweiz hat. 

Gewitter über dem Bundeshaus.

Übersicht

Die Sicherheitslage ist weltweit und auch in Europa instabiler, unübersichtlicher und unberechenbarer geworden. Die internationalen Entwicklungen sind geprägt von grossem Tempo und Ungewissheit. Das gilt auch für die sicherheitspolitische Lage sowie die konkreten Bedrohungen und Gefahren für die Schweiz. Diese haben sich zwar in den letzten Jahren nicht grundlegend verändert, sie haben sich aber weiterentwickelt und teilweise auch verschärft. Der Umgang in der internationalen Sicherheitspolitik ist noch rauer geworden, das Verfolgen und Durchsetzen machtpolitischer Interessen noch ausgeprägter. Die Erosion multilateraler Zusammenarbeit und internationaler Sicherheitsstrukturen hat sich verstärkt, ebenso der Einsatz von Mitteln «hybrider» Konfliktführung. Die weiter rasch voranschreitende Digitalisierung und Vernetzung hat viele Vorteile; sie hat aber auch die Verletzlichkeit von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft erhöht. Bewaffnete Konflikte und Krisen an der Peripherie Europas dauern an und haben sich teilweise verschlimmert. Wetterbedingte Extremereignisse nehmen im Zuge des Klimawandels zu, die Gefahren durch Pandemien haben sich mit der Covid-19-Pandemie drastisch bestätigt.

Dies sind Kernaussagen des Sicherheitspolitischen Berichts 2021, den der Bundesrat am 24. November 2021 verabschiedet hat.

Neun Ziele

Ausgehend von einer umfassenden Analyse der Lage, legt der Bericht die sicherheitspolitischen Interessen und Ziele die Schweiz fest und zeigt auf, wie diese umgesetzt werden sollen. Definiert sind neun Ziele, die in der Schweizer Sicherheitspolitik in den nächsten Jahren als Schwerpunkte verfolgt werden sollen. Darunter:

  • die Stärkung der Früherkennung von Bedrohungen und Krisen;
  • die verstärkte Ausrichtung auf «hybride» Bedrohungen, inklusive Modernisierung der Mittel der Armee;
  • eine weitere Stärkung des Schutzes vor Cyberbedrohungen;
  • Massnahmen gegen Desinformation und Beeinflussung;
  • die Stärkung von Resilienz und Versorgungssicherheit.

Der Bericht zeigt auch auf, wie die einzelnen Ziele umgesetzt werden und wie die einzelnen Politikbereiche und Instrumente dazu beitragen und im Verbund zusammenarbeiten müssen (Aussenpolitik, Wirtschaftspolitik, Information und Kommunikation, Armee, Bevölkerungsschutz, Nachrichtendienst, Polizei, Eidgenössische Zollverwaltung, Zivildienst). Dabei werden zu jedem der neun Ziele auch konkrete Massnahmen aufgeführt, die es in den nächsten Jahren umzusetzen gilt.

Der Bericht wird dazu genutzt, breiter und intensiver über Sicherheitspolitik zu diskutieren. Die Sicherheitslage hat sich verschlechtert, das Thema Sicherheit ist dafür umso wichtiger geworden.

Ukraine-Krieg

Der Krieg in der Ukraine hat langfristige Auswirkungen auf die Sicherheit Europas und darüber hinaus. Der Bundesrat hat am 7. September 2022 einen Zusatzbericht zu seinem Sicherheitspoltischen Bericht 2021 gutgeheissen. Demnach will er – unter Einhaltung der Neutralität – die Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Schweiz konsequenter als bislang auf internationale Zusammenarbeit ausrichten. Zudem soll die Modernisierung der Fähigkeiten und Mittel der Armee vorangetrieben werden.

FAQ

Sicherheitspolitischer Bericht 2021

Zusatzbericht zum Ukraine-Krieg

Allgemeines

Meilensteine

Berichte

Weitere Informationen

Medienmitteilungen

9. April 2026

Der Anteil der öffentlichen Entwicklungshilfe der Schweiz am Bruttonationaleinkommen belief sich 2025 auf 0,46 Prozent

Die öffentliche Entwicklungshilfe (APD) verzeichnete 2025 einen beispiellosen Rückgang. Die Schweiz blieb ein wichtiges Geberland: Ihre APD belief sich auf 3,8 Milliarden Franken, was 0,46 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Betrag um rund 7 Prozent, was hauptsächlich dem Rückgang der anrechenbaren Asylkosten zuzuschreiben ist. Die APD umfasst die anrechenbaren Ausgaben von Bund, Kantonen und Gemeinden.

9. April 2026

Bundesrat Beat Jans auf Arbeitsbesuch in Belgien – Sicherheit im Zentrum der Treffen

Bundesrat Beat Jans hat sich am 8./9. April auf einer Reise nach Belgien mit verschiedenen belgischen Verantwortlichen aus dem Sicherheitsbereich ausgetauscht. Nach einem Arbeitstreffen mit dem belgischen Innenminister Bernard Quintin traf er unter anderem auch den Koordinator für die Terrorismus- und Extremismusabwehr und die nationale Drogenkommissarin Belgiens. Am 9. April besuchte Bundesrat Beat Jans den Hafen von Antwerpen, wo er Verantwortliche des Zolls und der Hafenbehörde traf. Auf seiner Reise wurde Bundesrat Beat Jans von den Regierungsrätinnen Stephanie Eymann (BS) und Kathrin Schweizer (BL) begleitet. Beide sind in ihren Kantonen für die Sicherheit zuständig. Auch fedpol-Direktorin Eva Wildi-Cortés sowie BAZG-Direktor Pascal-Lüthi waren vor Ort.

9. April 2026

Der Chef Kommando Operationen besucht die französischen Streitkräfte

Vom 8. bis zum 9. April 2026 besucht der Chef Kommando Operationen, Korpskommandant Laurent Michaud, den État-major interarmées du territoire national métropolitain sowie das Commandement du combat futur der französischen Streitkräfte. Dieser Arbeitsbesuch dient der Stärkung der langjährigen Beziehungen zwischen der Schweiz und Frankreich auf operativer Ebene.

9. April 2026

BAG-Bulletin

Die neuste Zahlen sind auf der Website BAG-Bulletin publiziert: Meldungen Infektionskrankheiten – Sentinella-Statistik – Wöchentliche Übersicht zu respiratorischen Viren – Rezeptsperrung

9. April 2026

«SUPER, oder?» - Start der nationalen Sensibilisierungskampagne für Cybersicherheit 2026

Phishing- und Betrugsversuche sind weit verbreitet und werden oft erkannt, sodass angemessene Cybersicherheitsmassnahmen ergriffen werden. Dennoch bestehen Unsicherheiten, da KI-gestützte Nachrichten zunehmend personalisiert sind und dadurch noch authentischer wirken. Diese Ambivalenz wird unter dem Motto «SUPER, oder?» in einer neuen Sensibilisierungskampagne zur Cybersicherheit aufgenommen. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS), die Schweizerische Kriminalprävention (SKP) und die kantonalen und städtischen Polizeikorps, die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), die Schweizerische Post und der Schweizerische Versicherungsverband (SVV) lancieren vom 13. April bis 10. Mai 2026 einen weiteren Teil der nationalen Kampagne «S-U-P-E-R.ch», um das Bewusstsein für die Wichtigkeit von Cybersicherheit zu stärken.

9. April 2026

Tätigkeitsbericht 2025 der Eidgenössischen Kommission für nukleare Sicherheit (KNS)

Die Eidgenössische Kommission für nukleare Sicherheit (KNS) hat ihren Tätigkeits-bericht 2025 veröffentlicht. Ein Schwerpunkt der Kommissionstätigkeit waren Arbeiten im Zusammenhang mit den Rahmenbewilligungsgesuchen für das geologische Tiefenlager und für die Brennelementverpackungsanlage.

9. April 2026

Wie Begriffe wie «Genschere» die öffentliche Wahrnehmung neuer Pflanzenzüchtungsverfahren prägen

Die Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich (EKAH) hat am 9. April 2026 einen Bericht zur Verwendung von Metaphern im Zusammenhang mit neuen gentechnischen Pflanzenzüchtungsverfahren veröffentlicht. Der Bericht untersucht, wie Begriffe wie «Genschere» oder «Genome Editing» die öffentliche Debatte um Technologien wie CRISPR/Cas beeinflussen.

9. April 2026

«Safe and Sustainable by Design»: Warum sich sichere und nachhaltige Innovationen für Unternehmen auszahlen

Um neue Materialien und Produkte zu entwickeln, die weder Mensch noch Umwelt schädigen, braucht es ganzheitliche Ansätze wie «Safe and Sustainable by Design» (SSbD). Doch wie aufwändig ist es für Unternehmen, die damit verbundenen Anforderungen zu erfüllen? Eine neue Empa-Analyse zeigt nun, dass vieles davon bereits heute in zentralen EU-Verordnungen festgelegt ist. Konsequent umgesetzt hilft SSbD Unternehmen also, Innovationen frühzeitig regulatorisch abzusichern und dadurch kostspielige Fehlentwicklungen zu vermeiden.

9. April 2026

Umsetzung LSVA lll: Fertigstellung der ersten neuen stationären Erfassungsanlagen

Die Medienmitteilung informiert über die Einführung des neuen LSVA-Systems ab Januar 2026, die Modernisierung der Erfassungsanlagen und die Anpassung an internationale Standards. Sie beschreibt die technischen und rechtlichen Änderungen sowie die Auswirkungen auf den Schwerverkehr.

8. April 2026

Öffentliche Warnung: Gesundheitsschädliche Bakterien (STEC) in Vollmilchquark aus Rohmilch

Im Produkt «Demeter Quark Vollmilch» der Sennerei Bachtel wurden krankheitsverursachende E. coli-Bakterien (STEC) nachgewiesen. Eine Gesundheitsgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt, das betroffene Produkt nicht zu konsumieren. Bio Partner Schweiz AG hat das Produkt umgehend aus dem Verkauf genommen und einen Rückruf gestartet.

8. April 2026

Emissionsergebnis der Bundesanleihen

Die Schweizerische Eidgenossenschaft hat am 08.04.2026 zwei Anleihen im Auktionsverfahren emittiert: 0.50%, Laufzeit 27.05.2030 (Aufstockung) und 1.50%, Laufzeit 26.10.2038 (Aufstockung). Das Emissionsvolumen (exkl. Eigenbestand) beträgt total 489.400 Millionen Franken.

8. April 2026

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt März 2026

Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO publiziert seine neusten Erhebungen zur Arbeitsmarktsituation in der Schweiz. Die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich im März 2026 gegenüber dem Vormonat um 4’821 (-3,2%) auf 146’255. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 13’686 (+10,3%). Die Arbeitslosenquote sank im März 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozenpunkte auf 3,1%. Die Auszahlungen der Arbeitslosenkassen mit dem neuen Zahlungssystem ASAL 2.0 sind auf Kurs.

7. April 2026

Öffentliche Warnung: Salmonellen in verschiedenen Weichkäsen

In verschiedenen Weichkäsen wurden Salmonellen nachgewiesen. Eine Gesundheitsgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt, die betroffenen Produkte nicht zu konsumieren. Die Käserei Landbrück hat die Produkte umgehend aus dem Verkauf genommen und einen Rückruf gestartet.

7. April 2026

Ergänzungssteuer: Zeitliche Anwendung und Ausübung von Wahlrechten der administrativen Leitlinie vom 5. Januar 2026 zum Side-by-Side Package

Die ESTV informiert über die zeitliche Anwendung der neuen Safe-Harbour-Regelungen im Rahmen der Mindestbesteuerung grosser multinationaler Unternehmensgruppen. In Bezug auf den anwendbaren Rechnungslegungsstandard für den Simplified ETR Safe Harbour wird auf Art. 9 Abs. 2 und 3 der Mindestbesteuerungsverordnung (MindStV) verwiesen.

7. April 2026

Ergänzungssteuer: Anwendung der administrativen Leitlinie zum Artikel 9.1 der GloBE-Mustervorschriften vom 13. Januar 2025

Die ESTV informiert im Rahmen der Mindestbesteuerung grosser multinationaler Unternehmensgruppen über die Anwendung der administrativen Leitlinie zum Artikel 9.1 der GloBE-Mustervorschriften vom 13. Januar 2025 im Zusammenhang mit zwei angenommenen gleichlautenden Motionen. Die ESTV klärt, dass die administrative Leitlinie und die darin festgehaltene Grace Period Limitation gemäss geltendem Recht und bis zum Beschluss des Bundesrates über eine allfällige Änderung der MindStV Anwendung findet, und legt fest, wie die Deklaration für die betroffenen Ergänzungssteuererklärungen erfolgen soll.

7. April 2026

Neue Vorberichte (Eisenbahn sowie Seilbahn) der SUST verfügbar

Zwei neue Vorberichte (Eisenbahn sowie Seilbahn) sind auf der Website der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST verfügbar.

7. April 2026

Explosivstoffmonitoring 2024/25: Keine negative Beeinflussung des Seewassers durch Munition

Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS betreibt gemeinsam mit den betroffenen Kantonen zur versenkten Munition im Thunersee, Brienzersee und Vierwaldstättersee ein periodisches Explosivstoffmonitoring. Im Herbst 2024 und Winter 2025 wurden dazu erneut Seewasserproben entnommen. Nun liegen die Resultate der Analysen vor: Eine negative Beeinflussung des Seewassers lässt sich nicht erkennen. Um allfällige Belastungen des Seewassers auch weiterhin frühzeitig erkennen zu können, wird das Monitoring fortgeführt.

7. April 2026

Bundeskanzlei publiziert Zuschlag für Rahmenvertrag Benchmark

Die Bundeskanzlei hat in einem offenen Wettbewerbsverfahren einen neuen Lieferanten für den Bund evaluiert. Dieser unterstützt die zentrale Bundesverwaltung mit Fachwissen im Bereich Benchmark und Marktanalysen für Informatikanwendungen. Das Kostendach beträgt 2,7 Millionen Franken für die nächsten zehn Jahre.

7. April 2026

Kurslisten (ICTax)

Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat die Kurslisten sowie die Listen Gratisaktien 2025 und 2026 aktualisiert.

7. April 2026

Neue Eidgenössische Anleihen

Die Schweizerische Eidgenossenschaft legt am 08.04.2026 zwei Anleihen zur öffentlichen Zeichnung im Auktionsverfahren auf: 0.50%, Laufzeit 27.05.2030 (Aufstockung) und 1.50%, Laufzeit 26.10.2038 (Aufstockung).

2. April 2026

Die Bundesräte Ignazio Cassis und Beat Jans treffen sich mit dem algerischen Aussenminister Ahmed Attaf

Bundesrat Ignazio Cassis hat am 2. April 2026 den algerischen Aussenminister Ahmed Attaf zu einem offiziellen Arbeitsbesuch in Bern empfangen. Wichtigste Gesprächsthemen waren die Wiederbelebung der Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Algerien sowie die Weltlage. Beim Treffen von Bundesrat Beat Jans mit dem algerischen Minister stand die Zusammenarbeit in den Bereichen Migration, Sicherheit und Justiz im Zentrum.

2. April 2026

Aktualisierung der Dossiers Steuerinformationen «Besteuerung der juristischen Personen»

Der Artikel «Besteuerung der juristischen Personen» aus dem Dossier Steuerinformationen sowie seine Zusammenfassung sind aktualisiert worden, insbesondere die Kapitel betreffend die OECD-Mindestbesteuerung. Die Texte zeigen die Besteuerung für die verschiedenen Kategorien juristischer Personen auf eidgenössischer und kantonaler Ebene auf.

2. April 2026

Praxisanpassung Westukraine: Überblick erste Umsetzungsphase

Seit dem 1. November 2025 unterscheidet das Staatssekretariat für Migration (SEM) bei Anträgen auf den Schutzstatus S zwischen Regionen in der Ukraine, in die eine Rückkehr aufgrund der allgemeinen Sicherheitslage als grundsätzlich zumutbar oder nicht zumutbar erachtet wird. Gesuchstellende, welche aus sieben Regionen im Westen der Ukraine kommen, haben grundsätzlich kein Anrecht mehr auf einen Schutzstatus in der Schweiz. Gestützt auf diese neue Regelung hat das SEM bis Ende Februar 104 Personen in die Ukraine weggewiesen. Der Abklärungsaufwand ist infolge der neuen Regelung stark gestiegen.

2. April 2026

Die Bundesanwaltschaft erzielt 2025 bedeutende Ergebnisse und trägt zur Stärkung der inneren Sicherheit bei

2025 konnte die Bundesanwaltschaft (BA) wichtige Ergebnisse in der Strafverfolgung in allen Bereichen der Bundesgerichtsbarkeit erzielen. Im Fokus stand im vergangenen Jahr die innere Sicherheit der Schweiz, wie die Festnahme einer Person im Zusammenhang mit Sprengsätzen in Genf und die Vereitelung eines mutmasslichen dschihadistisch motivierten Terroranschlags verdeutlichen. Diese Ergebnisse sind der engen Zusammenarbeit verschiedener Behörden auf nationaler und internationaler Ebene zu verdanken.

2. April 2026

Präventions-Bulletin 2025/4 Aviatik

Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) veröffentlicht das Präventions-Bulletin 2025/4 Aviatik.Präventions-Bulletins enthalten sachdienliche Informationen im Sinne von Art. 56 VSZV für die Prävention von Unfällen und schweren Vorfällen. Sie wurden im Rahmen von Vorabklärungen von Zwischenfällen gewonnen, für die aus Gründen der Effizienz keine Untersuchung eröffnet wird. Die Präventions-Bulletins sind chronologisch aufgebaut und umfassen diejenigen Zwischenfälle, deren Vorabklärungen am Ende des jeweiligen Quartals abgeschlossen werden konnten. Die Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sind anonymisiert und sollen zum Sicherheitsbewusstsein (awareness) der betroffenen Verkehrskreise beitragen.Die deutschen Fassungen der Präventions-Bulletins sind die Originale und daher massgebend.

2. April 2026

Neuer Abschlussbericht (Aviatik) der SUST verfügbar

Ein neuer Abschlussbericht (Aviatik) ist auf der Website der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST verfügbar.

2. April 2026

Kurzarbeitsentschädigung: Vorbereitung zur Verlängerung der maximalen Bezugsdauer

Im Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) laufen derzeit die Vorbereitungsarbeiten, um die maximale Bezugsdauer der Kurzarbeitsentschädigung erneut zu verlängern. Das WBF wird dem Bundesrat vor dem Sommer 2026 einen entsprechenden Antrag stellen, sofern sich die Wirtschaftslage bis dahin nicht grundsätzlich ändert.

2. April 2026

Vernehmlassungseröffnung: Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement

Indirekter Gegenvorschlag (Bundesgesetz über die nachhaltige Unternehmensführung) zur Volksinitiative «Für verantwortungsvolle Grossunternehmen – zum Schutz von Mensch und Umwelt»Die Volksinitiative «Für verantwortungsvolle Grossunternehmen – zum Schutz von Mensch und Umwelt» wurde am 27. Mai 2025 eingereicht. Der Bundesrat hat am 3. September 2025 entschieden, der Volksinitiative einen Gegenvorschlag gegenüberzustellen. Er anerkennt die zentrale Bedeutung verantwortungsvoller Unternehmensführung und den internationalen Handlungsbedarf, erachtet den von der Initiative geforderten Regulierungsgrad jedoch als übermässig und nicht mit einem wettbewerbsfähigen Schweizer Unternehmensstandort vereinbar. Stattdessen richtet sich der indirekte Gegenvorschlag eng an die EU-Omnibus-Richtlinie aus. Dadurch soll ein kohärentes, praktikables und international anschlussfähiges Regelwerk geschaffen werden, das nicht über das europäische Niveau hinaus geht und die Unternehmen entlastet.Datum der Eröffnung: 2. April 2026Vernehmlassungsfrist: 9. Juli 2026

2. April 2026

Neues Gesetz für die nachhaltige Unternehmensführung erhöht Schutz für Menschenrechte sowie Umwelt und entlastet KMU

Grosse Schweizer Unternehmen sollen Menschenrechte einhalten und zur Umwelt Sorge tragen. Gleichzeitig müssen sie im In- und Ausland wettbewerbsfähig bleiben. Das neue Bundesgesetz über die nachhaltige Unternehmensführung (NUFG) soll sich dabei an den relevanten internationalen Standards orientieren und im Hinblick auf die Einhaltung der nachhaltigen Unternehmensführung mehr Schutz und Rechtssicherheit schaffen. An seiner Sitzung vom 1. April 2026 hat der Bundesrat entschieden, die entsprechende Vernehmlassung zu eröffnen. Mit dem neuen Bundesgesetz will er der Volksinitiative für eine nachhaltige Unternehmensführung einen indirekten Gegenvorschlag gegenüberstellen. Die Volksinitiative lehnt er ab.

2. April 2026

Neues Schlüsselprojekt der digitalen Transformation und Informatik festgelegt

Das Projekt MSK (Mobiles Sicherheitskommunikationssystem) wird neu als Schlüsselprojekt der Bundesverwaltung geführt. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Bundeskanzler am 1. April 2026 nach Konsultation der Generalsekretärenkonferenz.

2. April 2026

BAG-Bulletin

Die neuste Zahlen sind auf der Website BAG-Bulletin publiziert: Meldungen Infektionskrankheiten – Sentinella-Statistik – Wöchentliche Übersicht zu respiratorischen Viren – Rezeptsperrung

2. April 2026

Demografische Alterung nimmt in der Schweiz weiter zu

Im Jahr 2025 verzeichnete die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme und zählte am 31. Dezember 2025 über 9,1 Millionen Personen. Erstmals war der Anteil der Bevölkerung ab 65 Jahren grösser als jener der Bevölkerung unter 20 Jahren. Die Geburtenhäufigkeit ging 2025 im vierten Jahr in Folge zurück, wobei sich der Rückgang verlangsamte. Auch der internationale Wanderungssaldo war rückläufig. Dies sind einige provisorische Ergebnisse für das Jahr 2025 der Statistik der Bevölkerung und der Haushalte sowie der Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung des Bundesamtes für Statistik (BFS).

2. April 2026

Die Konsumentenpreise sind im März um 0,2% gestiegen

Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) stieg im März 2026 im Vergleich zum Vormonat um 0,2% und erreichte den Stand von 100,8 Punkten (Dezember 2025 = 100). Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat betrug die Teuerung +0,3%. Dies geht aus den Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

1. April 2026

Manuel Jakob wird stellvertretender Direktor des Staatssekretariats für Migration

Manuel Jakob wird per 1. August 2026 zum neuen stellvertretenden Direktor des Staatssekretariats für Migration (SEM) ernannt. Darüber hat der Vorsteher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD), Bundesrat Beat Jans, am 1. April 2026 den Bundesrat informiert.

1. April 2026

Vernehmlassungseröffnung: Eidgenössisches Departement des Innern

Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)Das Bundesgesetz über die Unfallversicherung wird geändert, um eine einheitliche Leistungserbringung für Vergewaltigungsopfer zu gewährleisten.Datum der Eröffnung: 1. April 2026Vernehmlassungsfrist: 7. Juli 2026

1. April 2026

Vernehmlassungseröffnung: Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung

Abkommen über Klimawandel, Handel und NachhaltigkeitDas Abkommen über Klimawandel, Handel und Nachhaltigkeit (ACCTS) wurde am 15. November 2024 von Costa Rica, Island, Neuseeland und der Schweiz unterzeichnet. Mit rechtsverbindlichen handelspolitischen Disziplinen leistet das ACCTS einen Beitrag zu klima- und umweltpolitischen Zielsetzungen.Datum der Eröffnung: 1. April 2026Vernehmlassungsfrist: 8. Juli 2026

1. April 2026

Vernehmlassungseröffnung: Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport

Requisitionsverordnung, Eröffnung des VernehmlassungsverfahrensDie Ausführungsbestimmungen in der Requisitionsverordnung bezeichnen die zuständigen Organe der Militärverwaltung und der Armee und legen ihre Aufgaben fest.Datum der Eröffnung: 1. April 2026Vernehmlassungsfrist: 8. Juli 2026

1. April 2026

Evaluation Strukturreform BVG: Grundlage für die Weiterentwicklung der Aufsicht

Die Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge (OAK BV) begrüsst die Publikation des Postulatsberichts zur Evaluation der Strukturreform BVG. Der Bericht leistet einen wichtigen Beitrag zur Standortbestimmung der bestehenden Aufsichts‑ und Governance‑Strukturen in der beruflichen Vorsorge und bildet eine fundierte Grundlage für die weitere fachliche Diskussion über deren zukünftige Ausgestaltung.

1. April 2026

SECO: Verordnung über Massnahmen im Zusammenhang mit der Situation in der Ukraine

Das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF hat am 31.03.2026 Anhang 8 der Verordnung angepasst. Dabei wurden 9 natürliche Personen neu in den Anhang aufgenommen und die Einträge von 132 natürlichen Personen und 77 Organisationen angepasst. Die Massnahmen treten am 1.04.2026 um 23:00 Uhr in Kraft.

1. April 2026

Vernehmlassungseröffnung: Eidgenössisches Departement des Innern

Änderung der Verordnung vom 27. Juni 1995 über die Krankenversicherung (KVV) und Totalrevision der Verordnung über die Kostenermittlung und die Leistungserfassung durch Spitäler, Geburtshäuser und Pflegeheime in der Krankenversicherung (VKL) – Umsetzung der Änderung des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung (KVG) zur einheitlichen Finanzierung der Leistungen

1. April 2026

Die Schweiz aus Sicht des Auslands 2025: Sehr gute Reputation bei der Bevölkerung, Umgang mit US-Zöllen im Medienfokus

Bern, 01.04.2026 – Wie die Schweiz unerwartete Herausforderungen anpackte, prägte 2025 ihre Wahrnehmung in den ausländischen Medien. Das grösste Echo lösten die Reaktionen auf die US-Zölle aus. In der Bevölkerung im Ausland war das Image der Schweiz sehr gut. Über diese Resultate der Jahresanalyse über die Wahrnehmung der Schweiz im Ausland im Jahr 2025 wurde der Bundesrat an seiner Sitzung vom 1. April 2026 informiert.

1. April 2026

US-Untersuchungen zu Handelspraktiken

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 1. April 2026 über die Untersuchungen der USA unter Section 301 beraten, die sich neben anderen Ländern auch gegen die Schweiz richten. Die zugrunde liegenden Vorwürfe betreffen angebliche Überkapazitäten in der industriellen Produktion sowie seitens der USA potenziell als ungenügend beurteilte Massnahmen gegen den Import von Waren, die mit Zwangsarbeit hergestellt wurden. Der Bundesrat weist diese Vorwürfe zurück. Die Schweiz will ihre Ansichten im Rahmen des entsprechenden US-Verfahrens darlegen.

1. April 2026

Marc Siegenthaler wird Direktor des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz

An seiner Sitzung vom 1. April 2026 hat der Bundesrat Marc Siegenthaler zum Direktor des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz BABS ernannt. Er übernimmt die Leitung des BABS am 1. August 2026 und folgt auf Michaela Schärer, die Ende April 2026 austritt.

1. April 2026

Ulrich Seewer wird stellvertretender Direktor des Bundesamts für Raumentwicklung

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat Ulrich Seewer per 1. Mai 2026 zum stellvertretenden Direktor des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) ernannt. Ulrich Seewer ist seit zehn Jahren Vizedirektor des ARE und leitet dort den Direktionsbereich Mobilität, Raum und Infrastruktur. Das UVEK hat den Bundesrat an der Sitzung vom 1. April 2026 über die Ernennung informiert.

1. April 2026

Die Behindertenpolitik des Bundes wird bis 2028 verlängert

Die Behindertenpolitik 2023–2026 umfasst die zentralen Schwerpunktprogramme des Bundes zur Förderung der Gleichstellung und der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der Schweiz. Mit dem indirekten Gegenvorschlag des Bundesrats zur Inklusions-Initiative ergibt sich eine neue Ausgangslage, da das vorgeschlagene Inklusionsgesetz frühestens 2029 in Kraft treten könnte. Deshalb wird das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) die Behindertenpolitik bis 2028 verlängern. Der Bundesrat wurde an seiner Sitzung vom 1. April 2026 über die Verlängerung informiert.

1. April 2026

Einheitliche Finanzierung der Gesundheitsleistungen: Bundesrat eröffnet Vernehmlassung

Mit dem Ja zur Reform der einheitlichen Finanzierung der Leistungen am 24. November 2024 sollen alle Leistungen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) künftig einheitlich finanziert werden. Für die ambulanten und stationären Leistungen gilt das neue System ab 2028, die Pflegeleistungen zu Hause und im Pflegeheim werden ab 2032 einbezogen. Dies erfordert Änderungen in diversen Verordnungen. An seiner Sitzung vom 1. April 2026 hat der Bundesrat das Vernehmlassungsverfahren zu diesen Änderungen eröffnet.

1. April 2026

Patriot-Beschaffung: Zahlungen werden weiterhin zurückgehalten

Der Zeitplan für die Lieferung des Systems zur bodengestützten Luftverteidigung grösserer Reichweite Patriot an die Schweiz ist nach wie vor ungewiss. Deshalb hält das Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS weiterhin daran fest, die Zahlungen an die USA zurückzuhalten, bis die USA Liefertermine und Zahlungsmeilensteine verbindlich kommuniziert haben. Der Bundesrat wurde an seiner Sitzung vom 1. April 2026 darüber informiert.

1. April 2026

Dreiervorschlag für die Nachfolge des Schweizer Richters am EGMR

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 1. April 2026 entschieden, dem Europarat eine Dreierliste von Kandidatinnen und Kandidaten für die Nachfolge von Andreas Zünd, Schweizer Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg, vorzuschlagen. Es handelt sich um Jeanine de Vries Reilingh, Richterin am Kantonsgericht Neuenburg, Julia Hänni, Bundesrichterin und Giuseppe Muschietti, Bundesrichter.

1. April 2026

Schweizerische Exportrisikoversicherung mit stabilem Jahresergebnis und erhöhter Nachfrage

Der Bundesrat hat am 1. April 2026 den Geschäftsbericht 2025 der Schweizerischen Exportrisikoversicherung SERV genehmigt. Mit über 4,3 Milliarden Franken verzeichnete sie ein deutlich höheres Neugeschäft als im Vorjahr. Da auch künftig mit einer erhöhten Nachfrage gerechnet wird, erhöht der Bundesrat den Verpflichtungsrahmen der SERV von 14 auf 16 Milliarden Franken. Mit 27,3 Millionen Franken erzielte die SERV zudem erneut ein positives Jahresergebnis.

1. April 2026

Atomwaffenverbots-Initiative: Bundesrat beantragt Ablehnung ohne Gegenvorschlag

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 1. April 2026 entschieden, die Volksinitiative «Für den Beitritt der Schweiz zum Vertrag der Vereinten Nationen über das Verbot von Atomwaffen (Atomwaffenverbots-Initiative)» Volk und Ständen ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung zu empfehlen. Er hat das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) beauftragt, ihm bis Herbst eine Botschaft an das Parlament zu unterbreiten. Der Bundesrat setzt sich klar für das Ziel einer Welt ohne Atomwaffen ein. Jedoch wäre ein Beitritt der Schweiz zum Kernwaffenverbotsvertrag ein rein symbolischer Akt, der keinen Beitrag zu diesem Ziel leisten kann. Ein Beitritt könnte der Sicherheit der Schweiz sogar abträglich sein. Die Schweiz setzt sich bereits im Rahmen des UNO-Vertrags über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NTP) für die Abrüstung und Nichtverbreitung von Atomwaffen ein.