Sicherheitspolitischer Bericht 2021
Der Sicherheitspolitische Bericht 2021 zeigt auf, welche Interessen und Ziele die Schweiz mit ihrer Sicherheitspolitik verfolgt. Ein Zusatzbericht zeigt auf, welche Folgen der Krieg in der Ukraine auf die Schweiz hat.

Übersicht
Die Sicherheitslage ist weltweit und auch in Europa instabiler, unübersichtlicher und unberechenbarer geworden. Die internationalen Entwicklungen sind geprägt von grossem Tempo und Ungewissheit. Das gilt auch für die sicherheitspolitische Lage sowie die konkreten Bedrohungen und Gefahren für die Schweiz. Diese haben sich zwar in den letzten Jahren nicht grundlegend verändert, sie haben sich aber weiterentwickelt und teilweise auch verschärft. Der Umgang in der internationalen Sicherheitspolitik ist noch rauer geworden, das Verfolgen und Durchsetzen machtpolitischer Interessen noch ausgeprägter. Die Erosion multilateraler Zusammenarbeit und internationaler Sicherheitsstrukturen hat sich verstärkt, ebenso der Einsatz von Mitteln «hybrider» Konfliktführung. Die weiter rasch voranschreitende Digitalisierung und Vernetzung hat viele Vorteile; sie hat aber auch die Verletzlichkeit von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft erhöht. Bewaffnete Konflikte und Krisen an der Peripherie Europas dauern an und haben sich teilweise verschlimmert. Wetterbedingte Extremereignisse nehmen im Zuge des Klimawandels zu, die Gefahren durch Pandemien haben sich mit der Covid-19-Pandemie drastisch bestätigt.
Dies sind Kernaussagen des Sicherheitspolitischen Berichts 2021, den der Bundesrat am 24. November 2021 verabschiedet hat.
Neun Ziele
Ausgehend von einer umfassenden Analyse der Lage, legt der Bericht die sicherheitspolitischen Interessen und Ziele die Schweiz fest und zeigt auf, wie diese umgesetzt werden sollen. Definiert sind neun Ziele, die in der Schweizer Sicherheitspolitik in den nächsten Jahren als Schwerpunkte verfolgt werden sollen. Darunter:
- die Stärkung der Früherkennung von Bedrohungen und Krisen;
- die verstärkte Ausrichtung auf «hybride» Bedrohungen, inklusive Modernisierung der Mittel der Armee;
- eine weitere Stärkung des Schutzes vor Cyberbedrohungen;
- Massnahmen gegen Desinformation und Beeinflussung;
- die Stärkung von Resilienz und Versorgungssicherheit.
Der Bericht zeigt auch auf, wie die einzelnen Ziele umgesetzt werden und wie die einzelnen Politikbereiche und Instrumente dazu beitragen und im Verbund zusammenarbeiten müssen (Aussenpolitik, Wirtschaftspolitik, Information und Kommunikation, Armee, Bevölkerungsschutz, Nachrichtendienst, Polizei, Eidgenössische Zollverwaltung, Zivildienst). Dabei werden zu jedem der neun Ziele auch konkrete Massnahmen aufgeführt, die es in den nächsten Jahren umzusetzen gilt.
Der Bericht wird dazu genutzt, breiter und intensiver über Sicherheitspolitik zu diskutieren. Die Sicherheitslage hat sich verschlechtert, das Thema Sicherheit ist dafür umso wichtiger geworden.
Ukraine-Krieg
Der Krieg in der Ukraine hat langfristige Auswirkungen auf die Sicherheit Europas und darüber hinaus. Der Bundesrat hat am 7. September 2022 einen Zusatzbericht zu seinem Sicherheitspoltischen Bericht 2021 gutgeheissen. Demnach will er – unter Einhaltung der Neutralität – die Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Schweiz konsequenter als bislang auf internationale Zusammenarbeit ausrichten. Zudem soll die Modernisierung der Fähigkeiten und Mittel der Armee vorangetrieben werden.
FAQ
Sicherheitspolitischer Bericht 2021
Zusatzbericht zum Ukraine-Krieg
Allgemeines
Meilensteine
Berichte
- Sicherheitspolitischer Bericht 2021
- Zusatzbericht zum Sicherheitspolitischen Bericht 2021 über die Folgen des Krieges in der Ukraine
Weitere Informationen
Inhaltsverzeichnis
Medienmitteilungen
Vernehmlassungseröffnung: Eidgenössisches Departement des Innern
Revision von Verordnungen des LebensmittelrechtsDie letzte grössere Revision verschiedener Verordnungen des Lebensmittelrechts trat am 1. Februar 2024 in Kraft. Im Bereich des Lebensmittelrechts besteht ein permanenter Revisionsbedarf, ansonsten neue Handelshemmnisse gegenüber der EU entstehen und der Gesundheits- und Täuschungsschutz nicht mehr vollumfänglich gewährleistet ist. In der anstehenden Revision wird nun eine weitere, umfassende Harmonisierung mit dem EU-Recht angestrebt. Im Rahmen dieser Revision wird auch die Motion Schneider 23.3408 «Neuartige Lebensmittel testen und bewilligen. Förderung der Innovation in der Schweiz» umgesetzt.Datum der Eröffnung: 13. Oktober 2026Vernehmlassungsfrist: 27. Januar 2027
Neuer Abschlussbericht (Aviatik) der SUST verfügbar
Ein neuer Abschlussbericht (Aviatik) ist auf der Website der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST verfügbar.
Revision im Lebensmittelrecht: Vernehmlassung eröffnet
Im Lebensmittelrecht sollen diverse Verordnungen angepasst werden. Die Änderungen gewährleisten den gleich hohen Gesundheitsschutz wie in der Europäischen Union (EU) sowie einen reibungslosen Handel mit Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat am 13. Oktober 2026 die Vernehmlassung zu den Änderungen eröffnet.
Neues Verfahren zur Prüfung von Brennstäben
Forschende des Paul Scherrer Instituts PSI haben die Hüllrohre von Kernreaktor-Brennstäben mit einem neuen 3D-Bildgebungsverfahren untersucht. So konnten sie mit höchster Präzision feststellen, inwieweit sich deren Qualität mit der Zeit – durch Korrosion und Strahlenbelastung – verändert. Die Oxidschicht der Rohre erwies sich dabei auch nach Jahren im Betrieb als dicht. Dies lässt sich mit dem neuen Verfahren besonders detailliert prüfen.
SECO: Verordnung über Massnahmen gegenüber der Islamischen Republik Iran
Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF hat am 13. Oktober 2026 das Bewilligungsformular für Geldtransfers nach Art. 21 der Verordnung über Massnahmen gegenüber der Islamischen Republik Iran angepasst. Ab sofort wird nur noch das angepasste Formular akzeptiert. Das Formular kann hier abgerufen werden
Impfen gegen Grippe, Covid-19 und RSV
Im Winterhalbjahr treten Atemwegserkrankungen häufig auf. Auslöser sind verschiedene Viren oder Bakterien, welche die oberen Atemwege, aber auch Bronchien und die Lunge befallen können. Personen mit erhöhtem Risiko werden deshalb Impfungen gegen bestimmte Atemwegserkrankungen empfohlen. Die Impfempfehlung gegen die Grippe ist im Vergleich zur letzten Saison unverändert geblieben. Die Impfempfehlungen gegen Covid-19 und RSV wurden leicht angepasst.
Passar – Aktualisierung des Notfallhandbuchs
Die neuen Notfallverfahren für den Transportprozess wurden für alle Verkehrsträger festgelegt (Kapitel 1.3 – Transportprozess).
Technologische Entwicklungen antizipieren: Sechster GESDA-Gipfel bringt Wissenschaft und Diplomatie in Genf zusammen
Am 14. und 15. Oktober 2026 findet in Genf der sechste Gipfel der Stiftung Geneva Science and Diplomacy Anticipator (GESDA) statt. GESDA wurde vom Bund gemeinsam mit dem Kanton und der Stadt Genf gegründet. Der Gipfel bringt über 1000 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Diplomatie, Politik, Privatwirtschaft und Philanthropie zusammen. Ziel ist es, wissenschaftliche und technologische Durchbrüche in den Bereichen Mensch, Maschinen, Leben, Planet und Gesellschaft frühzeitig zu erkennen und den internationalen Dialog über ihre gesellschaftlichen Auswirkungen zu fördern. Staatssekretär Alexandre Fasel vertritt das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Gipfel.
Chalkogenid-Materialien kommen näher zur Anwendung: Leuchtende Kristalle
Chalkogenide sind vielseitige Werkstoffe, die für Solarzellen, Fotodetektoren und weitere Anwendungen in den Bereichen Energieumwandlung und Licht rege erforscht werden. Empa-Forschende aus dem Labor «Transport at Nanoscale Interfaces» haben die Lichtausbeute von Chalkogenid-Perovskiten erstmals experimentell bestimmt und festgestellt, dass diese Materialien wesentlich effizienter leuchten als bislang angenommen. Ausserdem erforschen sie vielversprechende supraleitende und Quanten-Eigenschaften in einer Nadel-ähnlichen Form des Materials, die bisher als unerwünschtes Nebenprodukt galt.
Neue Eidgenössische Anleihen
Die Schweizerische Eidgenossenschaft legt am 14.10.2026 zwei Anleihen zur öffentlichen Zeichnung im Auktionsverfahren auf: 0%, Laufzeit 22.06.2029 (Aufstockung) und 0.25%, Laufzeit 23.06.2035 (Aufstockung).
Prüfung der Effizienz bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln
Bevor ein Pflanzenschutzmittel (PSM) in der Schweiz eingesetzt werden darf, muss es zugelassen sein. Für das Zulassungsverfahren sind fünf Bundesstellen aus drei Departementen verantwortlich: Unter der Leitung der Zulassungsstelle des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) prüfen das Bundesamt für Landwirtschaft, Agroscope, das Bundesamt für Umwelt, das Staatssekretariat für Wirtschaft und das BLV verschiedene Aspekte der Wirkung und Risiken von PSM. Das Schweizer Zulassungsverfahren hat sich Ende 2025 weiter an die Europäische Union angenähert.Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) prüfte, ob die Zulassungsverfahren effizient ablaufen und ob die Gebühren die anfallenden Kosten ausreichend abdecken. Die Prüfung identifiziert Handlungsbedarf: Strukturen und Prozesse sind zu kompliziert, der Arbeitsrückstand entsprechend zu hoch und die Gebühren zu tief.
«Wenn Menschen gemeinsam mitfiebern, entsteht Zusammenhalt»
Rede von Bunderat Martin Pfister, Chef des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), anlässlich des Empfangs für Schweizer Athletinnen und Athleten, die an Welt-, Europameisterschaften oder an den Olympischen bzw. Paralympischen Spielen in Milano Cortina erfolgreich waren. Bern, Montag, 12. Oktober 2026.
Staatssekretär für Sicherheitspolitik und Chef Armeestab nehmen am Warsaw Security Forum teil
Am 12. und 13. Oktober 2026 tauschen sich am Warsaw Security Forum (WSF) hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Streitkräften, Wirtschaft und Wissenschaft über aktuelle sicherheitspolitische Entwicklungen aus. Die Schweiz wird durch Markus Mäder, Staatssekretär für Sicherheitspolitik, und Divisionär Daniel Keller, Chef Armeestab, vertreten. Am Rande des WSF trifft Staatssekretär Markus Mäder zudem Polens Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Paweł Zalewski, zu einem Dialog über die Zusammenarbeit der beiden Länder im Bereich der Sicherheitspolitik.
Internationaler Dialog: Direktor BACS an der EU Cyber Week in Irland und an der Singapore Cyber Week
Im Rahmen der EU Cyber Week trafen sich die europäischen Cybersicherheitsdirektorinnen und -direktoren am 8. Oktober in Dublin zum Austausch über aktuelle Herausforderungen im Cyberraum. Im Zentrum stand dabei der Umgang mit Künstlicher Intelligenz in der Cybersicherheit. Florian Schütz, der Direktor des BACS, nahm an einer Podiumsdiskussion zu digitaler Souveränität und der Resilienz von Lieferketten teil. Seinen internationalen Austausch setzt der BACS-Direktor diese Woche an der Singapore Cyber Week fort und vertieft dort insbesondere Fragen zur Sicherheit autonomer KI-Systeme.
Bundesrat Ignazio Cassis besucht Armenien und Georgien
Bundesrat Ignazio Cassis besucht vom 14. bis 16. Oktober 2026 Armenien und Georgien als Vorsteher des EDA und amtierender Vorsitzender der OSZE. Im Mittelpunkt der Gespräche werden die Lage im Südkaukasus, die Rolle der OSZE und die bilateralen Beziehungen stehen.
Die Lernenden- und Studierendenzahlen werden sich je nach Bildungsstufe sehr unterschiedlich entwickeln
Gemäss dem Referenzszenario des Bundesamtes für Statistik (BFS) wird die Zahl der Studierenden an den Schweizer Hochschulen voraussichtlich weiter steigen (+21 % zwischen 2026 und 2035) und auf Bachelor- und Masterstufe die 300 000er-Marke überschreiten. Diese Zunahme ist insbesondere auf das Bevölkerungswachstum und die steigende Zahl der Studierenden aus dem Ausland zurückführen. Gleichzeitig dürfte die Lernendenzahl auf Primarstufe infolge der rückläufigen Geburtenzahlen ab 2029 deutlich sinken (–8% zwischen 2026 und 2035) und sich anschliessend ab 2034 auch auf der Sekundarstufe I verringern. Auf der Sekundarstufe II ist bis mindestens 2035 mit einem Wachstum zu rechnen. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse des BFS zu den Szenarien 2026–2035 für das Bildungssystem.
Abkommen mit der Ukraine für den Wiederaufbau in Kraft getreten
Das bilaterale Abkommen schafft die rechtliche Grundlage für eine verstärkte Einbindung von Schweizer Unternehmen in den Wiederaufbau der ukrainischen Infrastruktur und Wirtschaft.
Zusammenarbeit im Katastrophenfall: Schweizer und europäische Rettungskräfte trainieren erfolgreich die Bewältigung eines schweren Erdbebens
Rund 500 Beteiligte – davon etwa die Hälfte aus dem Ausland – haben vom 6. bis zum 9. Oktober 2026 im Übungsdorf Epeisses (GE), in der Stadt Genf und auf dem Militärflugplatz Payerne (VD) die Bewältigung der Folgen eines schweren Erdbebens geübt. Die Übung EU MODEX Switzerland 2026 war ein Erfolg: Die teilnehmenden Teams konnten wertvolle Erfahrung sammeln, ihre Kompetenzen erweitern und ihre Zusammenarbeit stärken. Zum ersten Mal war die Schweiz Gastgeberin einer internationalen Bevölkerungsschutzübung im Rahmen des EU-Katastrophenschutzmechanismus (UCPM).
Armeeangehöriger bei Verkehrsunfall verletzt
Am Donnerstagnachmittag (8. Oktober 2026) ist auf der Oberalpstrasse bei Sedrun, auf dem Gemeindegebiet von Tujetsch (GR), ein Militärlastwagen von der Strasse abgekommen. Der Fahrer wurde dabei verletzt und von der Rega ins Spital geflogen. Die Militärjustiz hat eine Untersuchung eingeleitet.
Die Schweiz setzt sich am Geneva Peace Forum für Dialog und Mediation ein
Vom 12. bis 15. Oktober 2026 findet im Internationalen Konferenzzentrum Genf (CICG) das Geneva Peace Forum statt. Unter dem Motto «Choose Peace» bringt es Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, internationalen Organisationen, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammen. Das EDA ist ein strategischer Partner des Forums, da die Förderung von Frieden und Wohlstand eine aussenpolitische Priorität der Schweiz ist. Staatssekretär Alexandre Fasel spricht an der Eröffnung und nimmt an einer hochrangigen Diskussion zur Friedensmediation teil.
METAS-Direktor Philippe Richard vertritt die Schweiz an der 28. CGPM
Vom 13. bis 15. Oktober 2026 treffen sich die 69 Mitgliedstaaten der Meterkonvention in Versailles zur 28. Generalkonferenz für Mass und Gewicht (CGPM). METAS-Direktor Philippe Richard leitet die Schweizer Delegation. Im Zentrum der Konferenz stehen wichtige Weichenstellungen für die internationale Metrologie.
Konsumentenstimmung praktisch auf Vorjahresniveau
Im September 2026 liegt der Index der Konsumentenstimmung bei –36 Punkten. Das ist knapp 1 Punkt mehr als im September 2025. Über dem Niveau von September 2025 liegt der Teilindex Erwartete Wirtschaftsentwicklung. Tiefer als vor Jahresfrist notieren die Teilindizes Vergangene finanzielle Lage, Erwartete finanzielle Lage und Zeitpunkt für grössere Anschaffungen.
Ausschreibung des Projekts «Nationale Strategie Kinder- und Jugendpolitik: Bestandesaufnahme und Situationsanalyse»
Ziel des Projekts ist es, die wichtigsten Grundlagen der nationalen Kinder- und Jugendpolitik sowie die zentralen Erkenntnisse zu den Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen in der Schweiz systematisch aufzuarbeiten und zu synthetisieren. Die daraus entstehende Auslegeordnung soll relevante Chancen und Herausforderungen, bestehende Wissens- und Forschungslücken sowie bedeutende Entwicklungen und Zukunftsperspektiven aufzeigen und als fachlich fundierte Grundlage für die Entwicklung der nationalen Strategie Kinder- und Jugendpolitik dienen. Eingabefrist für die Offerten ist der 9. November 2026.
Runder Tisch zur Brandkatastrophe vom 1. Januar 2026: Zusammensetzung festgelegt
Die Zusammensetzung des runden Tischs zur Bewältigung der Brandkatastrophe im Le Constellation in Crans-Montana vom 1. Januar 2026 steht fest. Eine «groupe de réflexion» unterstützt den Präsidenten bei der Ausarbeitung von Lösungsvorschlägen. In mehreren Phasen des Prozesses werden zudem alle Opfer und Angehörigen sowie alle Versicherer die Möglichkeiten haben, sich zu den Vorschlägen zu äussern.
Niedrigwasser belastet Lieferketten für Protein-Futtermittel – Pflichtlagerfreigabe sichert die Versorgung
Die Versorgung der Schweiz mit Proteinträgern zu Futterzwecken bleibt angespannt. Der Grund dafür sind anhaltende logistische Engpässe entlang der Lieferkette, insbesondere die wegen Niedrigwasser weiterhin stark eingeschränkten Transporte über Rhein und Donau. Angesichts einer sich abzeichnenden Mangellage wird der Schweizer Markt nun durch die Freigabe der Pflichtlager für Protein-Futtermittel gestützt. Die Versorgung ist damit sichergestellt.
Die OLMA, eine Schweiz im Kleinformat
Ansprache von Bundespräsident Guy Parmelin Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF)Eröffnungsfeier der 83. OLMA Messe
BAG-Bulletin
Die neusten Artikel und Zahlen sind auf der Website BAG-Bulletin publiziert: Jahresbericht zu den respiratorischen Viren 2025/2026 – Empfehlungen zur Impfung und Immunisierung gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV), Update 2026 – Publikationshinweis Antidotliste bei Vergiftungen 2026/2027 – Meldungen Infektionskrankheiten – Sentinella-Statistik – Wöchentliche Übersicht zu respiratorischen Viren – Rezeptsperrungen
Cyberangriff auf Softwarelieferant von Publica: Datenabfluss bestätigt
Ende September wurde ein externer Softwarelieferant der Pensionskasse des Bundes Publica Opfer eines Cyberangriffs. Derzeit sind die relevanten Bundesstellen gemeinsam mit der Firma daran abzuklären, welche Daten betroffen sind. Die Bundesanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen.
Auswirkungen der künstlichen Intelligenz auf die Menschenrechte
Die Diskussionen rund um die künstliche Intelligenz und die damit verbundenen Risiken und Chancen für die Menschenrechte, namentlich für eine bessere Einhaltung dieser Rechte, standen im Mittelpunkt der 63. Sitzung des Menschenrechtsrats, die in Genf zu Ende ging. Die Schweiz führte eine Gruppe von Ländern an, die die Verabschiedung von zwei Resolutionen zur Transitionsjustiz ermöglichte – einem Bereich, in dem die künstliche Intelligenz einen wichtigen Beitrag leisten kann.
Sanktionen: Verordnung über Wirtschaftsmassnahmen gegenüber der Republik Irak
Das zuständige UNO-Sanktionskomitee hat die Liste der sanktionierten natürlichen Personen, Unternehmen und Organisationen geändert. Die Datenbank SESAM wurde entsprechend angepasst. Der Bundesrat hat am 4. März 2016 die Verordnung zur automatischen Übernahme von Sanktionslisten des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen verabschiedet. Damit sind Änderungen der Sanktionslisten des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen in der Schweiz unmittelbar rechtsgültig.
Schweizer OSZE-Vorsitz präsentiert Roadmap zur Verhütung und Beseitigung von Folter
Der Schweizer OSZE-Vorsitz 2026 legt heute an der Warschauer Konferenz zur menschlichen Dimension eine Roadmap vor. Sie zeigt auf, wie Folter wirksamer verhindert, Misshandlungen konsequent verfolgt und Betroffene besser geschützt werden können.
Nobelpreis trifft PSI-Forschung
Der diesjährige Nobelpreis für Physiologie oder Medizin würdigt die Optogenetik − eine biotechnologische Methode, mit der sich Vorgänge in Zellen gezielt über Licht steuern lassen. Am Paul Scherrer Institut PSI arbeiten Forschende daran, dieses Prinzip über Nervenzellen hinaus auf weitere Zelltypen und Organe auszuweiten. Damit könnte eine neue Generation optogenetischer Werkzeuge entstehen – bis hin zu der Möglichkeit, biologische Prozesse künftig mit Licht statt mit Medikamenten zu steuern.
Überprüfung der Militärpolizei der Schweizer Armee durch Slowenien und Nordmazedonien
Auf Ersuchen Sloweniens und mit Zustimmung der Schweiz trifft am 6. Oktober 2026 eine dreiköpfige Delegation in der Schweiz ein. Die Überprüfung der Militärpolizei erfolgt im Rahmen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).
Neue Schlüsselprojekte der digitalen Transformation und Informatik festgelegt
Das Programm für souveräne Arbeitsplatzsoftware und das Projekt EasyGov 2.0 werden neu als Schlüsselprojekte der Bundesverwaltung geführt. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Bundeskanzler am 1. Oktober 2026 nach Konsultation der Generalsekretärenkonferenz.
Armeebestand heute ausreichend – Rückgang bis 2030
Die Armee verfügt aktuell über genügend Armeeangehörige, um ihre Leistungen zu erbringen. Die Armeeauszählung 2026 weist einen Bestand von 147'017 Armeeangehörigen aus. Bis 2030 wird dieser jedoch voraussichtlich auf unter 130'000 sinken. Die Sicherung der Armeebestände bleibt deshalb eine zentrale Herausforderung.
Arbeitslosenversicherung 2025: Leicht negativer Jahresabschluss vor dem Hintergrund eines Anstieges der Arbeitslosigkeit
Das SECO hat am 6. Oktober 2026 den Jahresabschluss der Arbeitslosenversicherung 2025 publiziert. Mit einem Jahresdurchschnitt von 2.8 Prozent lag die Arbeitslosenquote 2025 vor dem Hintergrund eines Anstieges gegenüber dem Vorjahr auf ihrem langjährigen Durchschnittswert. Für die Arbeitslosenversicherung resultierte ein Verlust von 249 Millionen Franken.
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt September 2026
Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO publiziert seine neusten Erhebungen zur Arbeitsmarktsituation in der Schweiz. Die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich im September 2026 gegenüber dem Vormonat um 1’064 (-0,8%) auf 140’480. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 7’247 (+5,4%). Die Arbeitslosenquote verharrte im September 2026 bei 3,0%.
Neuer Ansatz zur Behandlung chronischer Wunden: Pflaster bringt Licht in die Wundbehandlung
Chronische Wunden belasten Betroffene und das Gesundheitssystem gleichermassen. Forschende der Empa arbeiten deshalb an einem innovativen Material, das bei Bestrahlung mit sichtbarem Licht Wirkstoffe freisetzt. Als Bestandteil eines Pflasters könnte diese Technologie die Wundbehandlung verbessern und den Weg für eine neue Generation intelligenter Wundtherapien ebnen.
Die Schweiz und Indien stärken bei Präsidialbesuch ihre Beziehungen in mehreren Politikfeldern
Bundespräsident Guy Parmelin ist am Montag, 5. Oktober 2026, in Neu-Delhi mit der indischen Präsidentin Draupadi Murmu, Premierminister Narendra Modi und weiteren Mitgliedern der indischen Regierung zusammengekommen. Das Gespräch mit Premierminister Modi war insbesondere dem wirtschaftlichen Austausch und der Zusammenarbeit in Bildung und Forschung gewidmet. Die Schweiz und Indien schlossen zudem zwei Abkommen: eines im Bereich der Migration und eines zum Austausch junger Fachkräfte.
Höchstabzüge Säule 3a im Steuerjahr 2027
Der maximal erlaubte Steuerabzug im Rahmen der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a) beträgt neu 7373 Franken (heute 7258 Franken) für Personen, die bereits eine 2. Säule haben, beziehungsweise 36 864 Franken (heute 36 288 Franken) für Personen ohne 2. Säule. Die Anpassungen treten auf den 1. Januar 2027 in Kraft.
OSZE-Medienmitteilung: Warschauer Konferenz zur menschlichen Dimension
Die Konferenz bietet den Teilnehmerstaaten, den OSZE-Institutionen und -Strukturen, den nationalen Menschenrechtsinstitutionen und der Zivilgesellschaft eine Plattform, um eine Bestandsaufnahme der Umsetzung der OSZE-Verpflichtungen im Bereich der menschlichen Dimension vorzunehmen und Entwicklungen zu erörtern, die Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit in der gesamten OSZE-Region betreffen. Der amtierende OSZE-Vorsitzende Ignazio Cassis (per Videobotschaft), der OSZE-Generalsekretär Feridun H. Sinirlioğlu und der Staatssekretär des EDA, Alexandre Fasel, nahmen ebenfalls an der Konferenz teil.
Die Verhütung von Folter ist seit langem eine Priorität der Schweiz (en)
Eröffnungsrede von EDA-Staatssekretär Alexandre Fasel an der OSZE-Konferenz zur menschlichen Dimension in Warschau. Die Rede wurde auf Englisch gehalten. Es gilt das gesprochene Wort.
Bundesrat empfiehlt Ja zur Erhöhung der Mehrwertsteuer für die 13. AHV-Rente
Am 29. November 2026 stimmen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über die AHV-Zusatzfinanzierung durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer ab. Damit soll ein Teil der 13. AHV-Rente finanziert werden, die im Dezember 2026 erstmals ausbezahlt wird. Ohne zusätzliche Einnahmen gerät die AHV finanziell zunehmend in Schieflage, weil das Defizit rasch ansteigt. Bundesrat und Parlament empfehlen deshalb, die Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,4 Prozentpunkte anzunehmen.
Kurslisten (ICTax)
Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat die Kurslisten sowie die Listen Gratisaktien 2024, 2025 und 2026 aktualisiert.
Staatssekretär Alexandre Fasel trifft in Bern den stellvertretenden türkischen Aussenminister
Das Treffen fand heute im Rahmen der jährlichen politischen Konsultationen zwischen der Schweiz und der Türkei statt. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die bilateralen Beziehungen und die Herausforderungen, mit denen die OSZE aktuell konfrontiert ist. Ausserdem wurden verschiedene regionale und internationale Themen erörtert.
Rüstungschef führt Arbeitsgespräche mit der französischen Generaldirektion für Rüstung (DGA) in Bern
Der Rüstungschef, Urs Loher, empfing vom 1. bis 2. Oktober 2026 Vertretende der französischen Generaldirektion für Rüstung (DGA) für bilaterale Arbeitsgespräche. Bei den Gesprächen standen aktuelle rüstungspolitische Entwicklungen sowie die bilaterale Zusammenarbeit im Vordergrund.
Vernehmlassungseröffnung: Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement
Genehmigung des Dritten Zusatzprotokolls zum Europäischen Übereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen: Eröffnung des Vernehmlassungsverfahrens
Ukraine: Bundesrat genehmigt zusätzliche Projekte des Schweizer Privatsektors
Der Bundesrat hat am 2. Oktober 2026 beschlossen, acht Projekte von Schweizer Unternehmen zu Gunsten des Wiederaufbaus in der Ukraine zu finanzieren. Die Projekte wurden im Rahmen eines kompetitiven Auswahlverfahrens bestimmt.
Neue Botschafterinnen und Botschafter sowie Veränderungen an der Zentrale
In einigen Schweizer Vertretungen sowie an der Zentrale des EDA und der Bundeskanzlei BK kommt es 2026 und 2027 zu personellen Wechseln sowie der Verleihung von Botschaftertiteln. Diese geschehen im Rahmen der periodischen Versetzungen des EDA sowie aufgrund der Ernennungen durch den Bundesrat.
Entsendung von Armeeangehörigen wird vereinfacht
An seiner Sitzung vom 2. Oktober 2026 hat der Bundesrat beschlossen, den rechtlichen Rahmen und die Praxis der Entsendung von Armeeangehörigen in bestimmte ausländische Stäbe und Kommandostellen zu vereinfachen. Es handelt sich um eine Massnahme zur Umsetzung der Sicherheitspolitischen Strategie 2026 des Bundesrates.
