Zum Hauptinhalt springen

MedienmitteilungVeröffentlicht am 3. Februar 2026

Brandkatastrophe Crans-Montana: Schweizer Fachteams besuchten Patientinnen und Patienten in ausländischen Verbrennungszentren

Bern, 03.02.2026 — Die zwei am 21. Januar aktivierten Swiss Contact Teams (SCTs) besuchten bis am 30. Januar alle Patientinnen und Patienten mit Schweizer Staatsbürgerschaft oder Wohnsitz in der Schweiz, welche in Spezialkliniken in Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien behandelt werden. Die Besuche zeigten, dass die bestmögliche medizinische Versorgung weiterhin sichergestellt und die internationale Solidarität sehr gross ist. Die Absprachen mit dem medizinischen Fachpersonal und Angehörigen vor Ort sind eine wichtige Grundlage für die Vorbereitung und Koordination der Weiterbehandlung.

Die beiden Teams haben ihre Arbeit am 21.01.2026 aufgenommen und besuchten zuerst die Patientinnen und Patienten in Belgien und Deutschland, danach in Frankreich und Italien. Gegenwärtig werden 19 Patientinnen und Patienten mit Schweizer Staatsangehörigkeit und 6 Patientinnen und Patienten ausländischer Nationalität, aber mit Wohnsitz der Schweiz in spezialisierten Kliniken in Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien behandelt (Stand 01.02.2026). Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana konnte die Schweiz über den Prozess des Union Civil Protection Mechanism (UCPM) der EU für ausserordentliche Ereignisse Patientinnen und Patienten in Verbrennungskliniken im Ausland verlegen.

Teams mit Experten auf dem Gebiet der Verbrennungsbehandlung

Die SCTs wurden aus Vertreterinnen und Vertretern des Nationalen Verbunds Katastrophenmedizin zusammengesetzt. Mitglieder waren als Expertinnen und Experten auf dem Gebiet der Verbrennungsbehandlung Prof. Dr. Mette Berger und Prof. Dr. Clemens Maria Schiestl, sowie Spezialistinnen und Spezialisten der Rehabilitation und einsatzerfahrene Experten des Schweizerischen Roten Kreuzes und des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) zur organisatorischen Unterstützung. Weitere Unterstützung erfolgte durch die Schweizer Botschaften und Konsulate. Organisiert wurde die Entsendung durch die Nationale Alarmzentrale im Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS).

Ausserordentliche Anstrengungen für die Patientinnen und Patienten aus Crans-Montana

Die SCTs beurteilten den Austausch mit den Behandlungsteams vor Ort als exzellent. Die Anstrengungen, die unternommen werden, um den Patientinnen und Patienten die bestmögliche medizinische Behandlung zukommen zu lassen, sind ausserordentlich und der Wille zur engen Kooperation mit der Schweiz sehr gross. Die Behandlungsteams äusserten sich sehr positiv zu den Erstversorgungsmassnahmen und dem Austausch mit den Schweizer Verbrennungszentren (CHUV Lausanne, Universitätsspital Zürich, Kinderspital Zürich), aus denen viele der Patientinnen und Patienten verlegt worden waren. In vielen Fällen fand auch ein Austausch der Teams mit Angehörigen vor Ort statt. Auch hier wurden Bedürfnisse aufgenommen und teilweise bereits Hilfe vermittelt.

Unter den Patientinnen und Patienten im Ausland gibt es weiterhin Personen, die in einem kritischen Zustand sind. In anderen Fällen werden Verlegungen in die Schweiz aus den Verbrennungskliniken im Ausland bereits in den nächsten Tagen möglich sein. Die Verbrennungszentren im Ausland sind bereit, die Patientinnen und Patienten so lange notwendig weiter zu behandeln. Dies ermöglicht es, den Rücktransport in die Schweiz auf einen Zeitpunkt zu planen, der behandlungstechnisch gut gewählt ist, eine bestmögliche Anschlussbehandlung garantiert und den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen möglichst gut entspricht.

Planung der Kapazitäten in der Schweiz

Die Resultate der Abklärungen werden für die weitere nationale Koordination genutzt, welche durch die Verbrennungszentren in der Schweiz, die Kantone mit der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren GDK, die Suva, die auf Rehabilitation spezialisierten Suva-Kliniken in Bellikon und Sion, das Bundesamt für Gesundheit BAG und das BABS im Rahmen des Nationalen Verbunds Katastrophenmedizin KATAMED erfolgen wird.